Durch die unendlichen Weiten der Ignoranz, durch die Sphären der Behauptungen, der Meinungen, Meinungen, Meinungen geistern in letzter Zeit immer wieder die hochdurchdachten Ergüsse fleißiger Internetuser, die sich äußerst plump mit einem äußerst komplexen Thema beschäftigen: Objektifizierung. Allerdings auf Bildzeitungsmanier mit Brachialabfertigung.
Eine junge Frau dürfe sich nicht wundern, wenn dumme Sprüche fallen, da sie sich ja -wie so charmant ausgedrückt- "wie eine Schlampe" kleidete. Dies hätte absolut nichts mit Objektifizierung zu tun und überhaupt: Soetwas gibt es doch eigentlich auch gar nicht mehr. Aha.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
Von welcher Seite sattelt man das Pferd, welches von Gesellschaft, Erziehung und Kaffee trinkenden Klatschtanten so eifrig gestriegelt und gefüttert wurde? Wird es nicht austreten, wenn ich versuchen sollte, ihm Zaumzeug aufzuerlegen?
Ich nähere mich dem vorsichtig mit einer kleinen, leicht verständlichen Definition:
Ein Objekt ist ein Gegenstand, das einem zu Diensten ist.
Ein Stift, ist ein Objekt. Der Stuhl auf dem ich gerade meinen in kurze Hosen gekleideten Hintern throne, ist ein Objekt. Sie haben keinen Verstand, keine Seele, keinen Willen. Sie sind vollends dazu da meinen Wünschen und Ansprüchen zu genügen. Sie sind da um gebraucht zu werden und bei Zeiten werde ich mich äußerst unsensibel äußern und behaupten, dass der Stuhl "abgenutzt" ist, oder der Stift "nicht mehr verwendbar".
Eine Frau ist kein Objekt. Sie ist ein menschliches Wesen mit Wünschen, Träumen, Kreativität, Verstand und Ziel. Sie hat eine Seele, Gefühle und eine ganze Welt, die sich hinter ihrer Stirn versteckt. Duh.
Warum ich es für nötig halte, dies zu verlauten?
Weil eine Objektifizierung NICHT das selbe wie ein Kompliment ist.
Eine Objektifizierung ist es nicht zu starren, zu flirten, zu sagen, dass das Kleid nett aussieht und auch nicht zu erklären, dass besagte Person eine schöne Figur habe. An eine Objektifizierung ist immer eine gewisse Erwartung geknüpft.
Wenn also Fritz zu Anna sagt, dass sie heute wirklich sehr schön aussähe, dann objektifiziert er Anna nicht gleich. Natürlich ist dies auch von Betonung, Körpersprache und Mimik abhängig, aber pauschalisieren wir hier einfach mal ganz dreist.
Wenn Fritz allerdings zu Anna sagt, dass ihre "Titten sehr geil wären und er sie ja schon vögeln würde", ist dies keine krudere Variante des gleichen Kompliments. Dahinter steckt die Erwartung, dass Anna sich geschmeichelt fühlen muss, wenn sie Fritz auf diese Art und Weise zu Diensten sein darf.
Das muss sie nicht.
Egal wie sehr sich vermeintliche Wächter der abendländischen Schamhaftigkeit dagegen wehren: Eine Frau darf sich anziehen wie sie will. Vielleicht mag sie die Aufmerksamkeit. Vielleicht mag sie die Blicke. Damit muss man durchaus rechnen. Und vielleicht kann sie auch damit rechnen, dass man sie hin und wieder anflirtet. Womit sie aber nicht rechnen muss, sind Beleidigungen oder gar Übergriffe. Wir erinnern uns: Frauen sind keine Objekte. Egal wie sie ihre Körper verpacken (Die nach wie vor nichts anderes sind, als Hüllen die ihre Seelen beinhalten), sie haben niemals die Verpflichtung die sexuellen Bedürfnisse eines davon angezogenen Betrachters zu erfüllen. Sie haben nach wie vor ein Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit.
Unser guter Fritz darf Anna also durchaus als attraktiv empfinden und sein Glück versuchen. Aber wenn er lässig hinüberschlendert, sein schönstes Lächeln aufsetzt und mit raunender Stimme fragt, ob es wehgetan hätte als sie vom Himmel fiel und damit eher auf Unbegeisterung stößt, dann sollte er woanders hinschlendern und es gut sein lassen.
Keiner muss jemals mit "irgendwas rechnen". Und keiner muss sich geschmeichelt fühlen, wenn er von einem anderen benutzt werden möchte. Außer dieser Stuhl. Der wirklich sehr gemütlich ist.
Anmerkung:
Natürlich gilt dies nicht nur für Frauen. Aber wenn wir ehrlich sind, werden Männer sehr viel seltener objektifiziert als Frauen. Und sie werden am Ende des Tages dafür weniger verurteilt.
Zudem habe ich das Thema der "Rape culture" hier nur gestreift, weil das nochmal tiefer geht und eher etwas für ein anderes Mal darstellt.
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Mittwoch, 19. März 2014
Dienstag, 11. März 2014
A flower which blooms in complete silence
Hallo, Allerseits!
Pünktlich zu einem sonnigen Frühlingsbeginn, wehe ich auch mal wieder in meinen Blog und rede ein wenig über...Mode. Es ist schon erstaunlich, wie der eigene Stil sich wandelt und verschiebt und das auf eine so subtile Art und Weise, dass man es selber kaum bemerkt. Bis man Fotos sieht und bemerkt, dass man dies oder jenes heute niemals so tragen würde. Vielleicht bemerkt man es nur selbst, vielleicht erscheint es Dritten als triviale Veränderung, aber sie ist da. So auch bei mir.
Jahrelang hatte ich damit zu kämpfen, dass Leute mir unterstellten mein Stil sei "außergewöhnlich" und nicht ganz "normal", ja sogar "provizierend", habe ich schon gehört...Warum? Selten laufen mir Menschen über den Weg, die von Schleifen und Peter Pan Krägen dazu animiert wurden, mit mir zu streiten.
Ein in rage geratener Mann rennt über die Straße, sein wildes Schnaufen übertönt gar den prominenten Klang vibrierender Motoren, als er mit hochrotem Kopf stehen bleibt, die Hände zu Fäusten ballt und aus voller Kehle brüllt: "ICH. HASSE. SPITZE!" - Ja, klar.
Allerdings merke auch ich immer häufiger, dass meine modischen Interessen sich verschieben. Nach Unterstellungen mich von japanischer Mode inspirieren zu lassen, geschah es nun. Eine selbsterfüllende Prophezeiung, wenn man so will: Ich bin von japanischer Mode inspiriert worden.
Ich trage hin und wieder nun sogar Perücken und plane den ersten Kauf von Circle Lenses. Ich bin sehr aufgeregt, wie mein Stil sich noch verändern wird.
Zum Vergleich:
2011:
2012:
2013:
Und zur Abrundung des Ganzen folgt nun ein neuer Outfitpost:
Bluse: Yesstyle
Rock: H&M
Rock: H&M
Was sagt ihr? Habt ihr mit eurem Stil ebensolche Erfahrungen gemacht?
Dienstag, 2. Juli 2013
A quick inside into LBGTQA etc.
Obgleich die Partnerschaften zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern immer mehr Toleranz, wenn nicht gar Akzeptanz findet, stoße ich häufiger noch auf eine solide Mauer an Unwissenheit.
Unwissenheit die in verletzende Kommentare übergehen kann, ungeachtet der Tatsache, dass der Andere dies nicht böse gemeint hat.
Noch immer höre ich, dass Mädchen den Sportkurs gewechselt haben da ich -als geoutete Lesbe- mit ihnen im gleichen Raum gewesen wäre, während sie sich umziehen. Nicht konnten sie ahnen, dass ich mich als Demisexuell identifiziere und damit keinerlei Reize an ihren Körpern finden kann.
Erst kürzlich fiel in einem Gespräch mit einer Internetbekannschaft der Begriff der sexuellen Orientierung. Nachdem ich erklärte, dass das ganze unheimlich kompliziert sei und in seiner Komplexität gleichermaßen schön, wurde lachend geantwortet:
"Wieso komplex? Gibt doch nur drei Möglichkeiten."
Falsch.
Wir Menschen funktionieren nicht so binär. Wir sind nicht nur schwarz oder weiß, warm oder kalt, oben oder unten. Wir sind hier und dort und überall, bunt, grau, mit Mustern und Merkmalen versehen die sich nie einordnen lassen.
Doch hinsichtlich der Tatsache, dass wir in unserem geordneten Gesellschaftssystem diese Schemen lieben und manchmal auch brauchen, würde ich hier gerne ein wenig Aufklärung leisten.
Zuerst einmal teilt sich die Sexualität eines Menschen in "sexuelles Verhalten", "sexuelle Präferenz" und "romantische Präferenz".
Klingt nun verwirrend, löst sich bei genauerer Betrachtung jedoch recht schnell auf:
Die sexuelle Präferenz bezieht sich auf den Geschlechtsakt.
Die romantische Präferenz auf die eigentliche Beziehung bzw. Liebe.
Das sexuelle Verhalten kann stark von der sexuellen Präferenz abweichen. Ganz besonders bei Priestern, die im Zöllibat leben, jeglicher Sexualität angehören können, aber enthalsam bleiben.
Gender binary:
Viele Menschen sehen es als engstirnig und unpassend an, dass es nur zwei Geschlechter geben soll. Diese Aussage gewinnt besonders an Kraft, wenn antike Kulturen in den Fokus geraten, wo es schon seit Jahrtausenden bis zu fünf Geschlechter (oder mehr) gegeben hat.
Viel eher bewegen sich einige Leute auf einer Skala dieser Geschlechter, können sich von ihr aber auch gänzlich lösen. Im Grunde sind auch Geschlechterrollen nur ein gesellschaftliches Konstrukt, also findet dies durchaus seine Rechtferigung.
Begriffserklärungen:
Homosexuell: Wie jedem bekannt sein dürfte, bezeichnet dieser Ausdruck Individuen die sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen.
Heterosexuell: Individuen, die sich zum anderen Geschlecht hingezogen fühlen.
Bisexuell: Individuen, die sich zu "beiden" Geschlechtern hingezogen fühlen.
Asexuell: Individuen, die keinerlei sexuelle Anziehung verspüren. Dies ist keine Krankheit. Es handelt sich um eine vollkommen natürliche sexuelle Präferenz. Auch hier können Grauzonen entstehen. Beispielsweise gibt es Asexuelle, welche durchaus Selbstbefriedigung betreiben können, dies jedoch nicht auf Andere ausweiten. Asexuelle Menschen können zudem auch romantische Beziehungen eingehen, in denen nur kein Akt stattfindet. Es muss aber nicht sein.
Demisexuell: Individuen, die eine sexuelle Anziehung erst nach Eingang einer tiefgreifenden, seelischen Bindung empfinden können. One night stands und dergleichen sind für sie undenkbar. Auch hier geht es nicht um moralisches Empfinden. Demisexuelle Personen könnten es unter Umständen als vollends unbedenklich empfinden. Nur sind sie nicht dazu in der Lage eine körperliche Beziehung einzugehen, oder auch nur einen Körper sexuell attraktiv zu finden, ohne seelische Konnektivität.
Pansexuell: Individuen, die sich zu jedem Geschlecht hingezogen fühlen. Bedeutend, dass auch transgender und geschlechterlose Personen in Betracht gezogen werden können.
Transsgender: Individuen, die im falschen Körper geboren wurden. Meist werden sie versuchen ihren Körper an ihr wahres Geschlecht anzupassen. Dies hat nichts mit ihrer sexuellen oder romantischen Präferenz zutun. Transgender Menschen können auch heterosexuell sein.
(Bitte sagt nicht "Transe", egal wie es gemeint sein könnte.)
(Bitte sagt nicht "Transe", egal wie es gemeint sein könnte.)
Cisgender: Individuen, deren biologisches Geschlecht mit ihrem geistigem Geschlecht übereinstimmen.
Genderfluid: Individuen, deren Geschlecht sich in verschiedenen Abschnitten ihres Lebens verändert. Manchmal sogar täglich. Sie sind keine Angeber, sie sind nicht auf Aufmerksam aus. Genderfluidity ist eine ernst zunehmende und ehrliche Angelegenheit.
Allies: Individuen, die alles obrige genannte und jede dazwischen liegende Grauzone unterstützen, akzeptieren und als gleichberechtigt betrachten. Also...Ihr alle, hoffe ich.
Für eine Erklärung von Leuten, die es besser können als ich:
Mittwoch, 26. Juni 2013
Friday is for literature - Even on a Wednesday
Ein
junger Mann betritt das Redepodest. Munteres Getuschel, selbst als er
seine Stimme erhebt, zunächst zögerlich, dann sicherer in das Mikrofon
lehnend. Ein Wort. Ein zweites. Jedes Wort zu einem Satz, der einen
Fluss ergibt. Ihn mitreißt auf den Wogen der Wahrheit, des Verneinten,
der abgeschobenen, puren Emotion.
"Unglückliche Umstände verleiteten mich dazu zwei Jahre länger auf dieser Schule zu verbringen als so manch anderer. Ich wuchs hier heran, ich reifte, ich lernte, ich lachte und weinte. Doch nach zehn Jahren kann ich über all diese Menschen, die mein Leben hier auf unterschiedlichste Art und Weise bewegt haben, nur eines sagen:
Die meisten dieser Leute haben nicht den geringsten Funken Anstand im Leib.
Ihr dilletantisches Gehabe breitet sich auf eine Ebene aus die nicht einmal mehr unter dem größten Einsatz aller liberaler Blickwinkel gutzuheißen ist.
Sie sind dumm, ignorant, selbstgefällig und im höchsten Maße unerträglich.
Dabei allerdings furchtbar zufrieden, laben sich in ihrer Eindimensionalität wie die Maden im Speck.
Selbstreflektion ist ein Wort, das nicht einmal korrekt buchstabiert werden könnte, wenn ihr Leben davon abhinge.
Ich bin erschrocken, angewidert, besorgt und nicht zuletzt - Hasserfüllt.
Dankeschön und einen schönen Abend noch. "
Stille breitet sich über die Halle aus, in der keiner es wagt einen Laut von sich zu geben. Sie ist drückend, drängend, spricht von Unglauben, Entsetzen, Empörung gar. Nicht einmal das zuvor gelegentliche Rascheln von schwerer Abendkleidung ist zu hören, wagt es nicht sich zu zeigen. Die Gesichter eingefroren. Abscheu. Eine erstarrte Maske.
Bis ein leises Klatschen aus den hinteren Rängen das Schweigen zerreißt, wie nur ein Donnerschlag es getan haben könnte. Es durchfährt die Anwesenden wie eisiges Wasser, lässt ihre Köpfe umschnellen. Ein zweites Klatschen. Ein Johlen folgt. Bald schon stehen sie da. Aufgestanden wie ein Mensch. Rufend, wie aus einem Munde. Anschwellender Applaus überfällt die völlig überrumpelten Gäste.
Denn dort stehen sie: Die Außenseiter, die Gemobbten, die übrig Gebliebenen der Gesellschaft. All diese, die jahrelang unter unverhohlenem Getuschel, geheuchelter Höflichkeit und abfälligen Blicken leiden mussten, fürchten mussten, zitternd und zweifelnd ihrer Selbst. Sie springen auf. Und erheben zur ihrer eigenen Ehren ein solches Geschrei, das die Halle erzittern lässt.
"Wir sind da!" möchte es sagen. "Und wir gehen nicht fort, wir ändern uns nicht, wir bleiben jene, die wir waren." Jedes Aufprallen von Haut auf Haut, hallt wie ein Echo, hundertfach obgleich so viele der Teilnahmslosigkeit erliegen.
Wir sind hier und ihr könnt uns nicht ignorieren. Jedes Klatschen, jeder Ruf, jede einzelne Stimme schreit es in die Welt hinaus.
Wie ein Mann. Wie eine Frau. Aufrecht.
Ein erstes und ein letztes Aufbäumen, bevor das Buch sich auf ewig schließt
"Unglückliche Umstände verleiteten mich dazu zwei Jahre länger auf dieser Schule zu verbringen als so manch anderer. Ich wuchs hier heran, ich reifte, ich lernte, ich lachte und weinte. Doch nach zehn Jahren kann ich über all diese Menschen, die mein Leben hier auf unterschiedlichste Art und Weise bewegt haben, nur eines sagen:
Die meisten dieser Leute haben nicht den geringsten Funken Anstand im Leib.
Ihr dilletantisches Gehabe breitet sich auf eine Ebene aus die nicht einmal mehr unter dem größten Einsatz aller liberaler Blickwinkel gutzuheißen ist.
Sie sind dumm, ignorant, selbstgefällig und im höchsten Maße unerträglich.
Dabei allerdings furchtbar zufrieden, laben sich in ihrer Eindimensionalität wie die Maden im Speck.
Selbstreflektion ist ein Wort, das nicht einmal korrekt buchstabiert werden könnte, wenn ihr Leben davon abhinge.
Ich bin erschrocken, angewidert, besorgt und nicht zuletzt - Hasserfüllt.
Dankeschön und einen schönen Abend noch. "
Stille breitet sich über die Halle aus, in der keiner es wagt einen Laut von sich zu geben. Sie ist drückend, drängend, spricht von Unglauben, Entsetzen, Empörung gar. Nicht einmal das zuvor gelegentliche Rascheln von schwerer Abendkleidung ist zu hören, wagt es nicht sich zu zeigen. Die Gesichter eingefroren. Abscheu. Eine erstarrte Maske.
Bis ein leises Klatschen aus den hinteren Rängen das Schweigen zerreißt, wie nur ein Donnerschlag es getan haben könnte. Es durchfährt die Anwesenden wie eisiges Wasser, lässt ihre Köpfe umschnellen. Ein zweites Klatschen. Ein Johlen folgt. Bald schon stehen sie da. Aufgestanden wie ein Mensch. Rufend, wie aus einem Munde. Anschwellender Applaus überfällt die völlig überrumpelten Gäste.
Denn dort stehen sie: Die Außenseiter, die Gemobbten, die übrig Gebliebenen der Gesellschaft. All diese, die jahrelang unter unverhohlenem Getuschel, geheuchelter Höflichkeit und abfälligen Blicken leiden mussten, fürchten mussten, zitternd und zweifelnd ihrer Selbst. Sie springen auf. Und erheben zur ihrer eigenen Ehren ein solches Geschrei, das die Halle erzittern lässt.
"Wir sind da!" möchte es sagen. "Und wir gehen nicht fort, wir ändern uns nicht, wir bleiben jene, die wir waren." Jedes Aufprallen von Haut auf Haut, hallt wie ein Echo, hundertfach obgleich so viele der Teilnahmslosigkeit erliegen.
Wir sind hier und ihr könnt uns nicht ignorieren. Jedes Klatschen, jeder Ruf, jede einzelne Stimme schreit es in die Welt hinaus.
Wie ein Mann. Wie eine Frau. Aufrecht.
Ein erstes und ein letztes Aufbäumen, bevor das Buch sich auf ewig schließt
Gewidmet meiner lieben Schule.
Donnerstag, 13. Juni 2013
Demi
Während sich der sechste Monat des Jahred dem Ende zuneigt und damit die Hälfte des Jahres markiert, kann ich nicht umhin einen kleinen Blick zurückzuwerfen und mich zu fragen, wie weit ich meinen Zielen näher gekommen bin. Was habe ich erreicht, was habe ich gemacht?
Der Januar roch frisch und kühl. Der eisige Wind flüsterte verlockende Versprechen in mein Ohr, säuselte von Veränderung, während die kahlen Bäume erstarrt zusahen.
Alles war so neu, so aufregend, so bedrohlich.
Doch der milde Frühling mit gütiger Wärme und bunter Blütenpracht hat die Ecken und Kanten aus 2013 herausgefeilt. Hat, obgleich er doch für Neubeginn stehen soll, verhindert dass die Dinge ihren Lauf nahmen. Hat mich zurückgelassen und den Wind durch stumme Brisen ersetzt.
Der Januar roch frisch und kühl. Der eisige Wind flüsterte verlockende Versprechen in mein Ohr, säuselte von Veränderung, während die kahlen Bäume erstarrt zusahen.
Alles war so neu, so aufregend, so bedrohlich.
Doch der milde Frühling mit gütiger Wärme und bunter Blütenpracht hat die Ecken und Kanten aus 2013 herausgefeilt. Hat, obgleich er doch für Neubeginn stehen soll, verhindert dass die Dinge ihren Lauf nahmen. Hat mich zurückgelassen und den Wind durch stumme Brisen ersetzt.
Allerdings ist es oftmals nicht so einfach.
Ein Stein, der über die Oberfläche eines Sees gleitet wird nie die Wellen sehen, die er schlägt. Nur die Hüpfer zählen können, die ihn weiterbringen.
Jede Veränderung ist der Beachtung wert.
Und somit werde ich die Liste, die ich hier aufgeführt habe unter die Lupe nehmen.
Vielleicht tut ihr es mir gleich? Vielleicht reicht es euch die Augen zu schließen und zu spüren wie die Zeit und die Veränderung auf euch einströmt.
Jeder kleine Hüpfer auf dem spiegelnden Wasser des Lebens schlägt Wellen.
Ein Stein, der über die Oberfläche eines Sees gleitet wird nie die Wellen sehen, die er schlägt. Nur die Hüpfer zählen können, die ihn weiterbringen.
Jede Veränderung ist der Beachtung wert.
Und somit werde ich die Liste, die ich hier aufgeführt habe unter die Lupe nehmen.
Vielleicht tut ihr es mir gleich? Vielleicht reicht es euch die Augen zu schließen und zu spüren wie die Zeit und die Veränderung auf euch einströmt.
Jeder kleine Hüpfer auf dem spiegelnden Wasser des Lebens schlägt Wellen.
Und ich höre nun lieber auf, bevor ich noch pathetischer werde und euch ein Brechreiz überkommt.
Meine Abiturzulassung erhalten.Mein Abitur bestehen- Einen Platz an einer Uni finden
- In eine andere Stadt ziehen
- Mir weniger Sorgen machen
Meine Wohnung länger als vier Tage aufgeräumt belassen- Lernen mich besser zu organisieren
Diesen Blog weiterführen
Montag, 10. Juni 2013
Undisclosed desires
Fanfaren ertönen, der Hofstaat steht stramm, während ich in einer goldenen Kutsche einen von Blüten bestreuten Weg entlangfahre. Die Fahnen wehen majestätisch im Wind. Und die Menge jubelt ihrer Königin voll nie enden wollender Bewunderung zu:
Denn sie hat ihr Abitur bestanden.
Danke. Danke.
Ohne euch hätte ich dies nie geschafft!!
Ich winke euch allen gütig von oben herab zu.
Und selbst wenn ich eher einem Königsberger Klops gleiche, der glücklich und Eiscremebeschmiert auf einem Bett, statt einem Thron sitzt, so tue ich dies vor allem wie jemand der sein Abitur bestanden hat.
Ich tippe diesen Text nicht wie ein gewöhnlicher Mensch. Sondern wie ein Mensch, der sein Abitur bestanden hat.
Ich beschmutze nicht mein Zimmer, nein! Ich beschmutze mein Zimmer wie jemand, der-
Ich denke, dass ich meinen Punkt bereits deutlich gemacht habe.
Ich bin unheimlich glücklich!
"I'm not much for public speaking. Or much for speaking. Or, come to think of it, much for the public. And I'm not very good at lying. So let me just say that, in my experience, high school sucks. If I had to do it all over again, I'd have started advanced placement classes in preschool so I could go from eighth grade straight to college. However, given the unalterable fact that high school sucks, I'd like to add that if you're lucky enough to have a good friend and a family that cares it doesn't have to suck quite as much. Otherwise my advice is; Stand firm for what you believe in, until and unless experience proves you wrong. Remember, when the emperor looks naked, the emperor *is* naked. The truth and a lie are not sort of the same thing. And there is no aspect, no facet, no moment of life that can't be improved with pizza. Thank you."
-Daria Morgendorffer
Samstag, 1. Juni 2013
On edge
Morgen in einer Woche werde ich wissen, ob ich mein Abitur bestanden habe.
Morgen in einer Woche werde ich entweder so glücklich sein wie noch nie, oder eine Menge Tränen vergießen.
Morgen in einer Woche werde ich entweder so glücklich sein wie noch nie, oder eine Menge Tränen vergießen.
Morgen in einer Woche entscheidet sich, ob ich studiere, oder ein weiteres Jahr genau da bleibe, wo ich bin.
Morgen in einer Woche entscheidet sich, ob ich meinen Vater enttäuschen muss, mich vor meinen Freunden schämen werde, oder gar mir selbst einen Stoß versetze.
Ich bin unheimlich emotional.
Ich bin unheimlich ruhelos.
Ich bin unheimlich emotional.
Ich bin unheimlich ruhelos.
Ich bin unheimlich aufgewühlt.
Meine mündliche Philosophieprüfung habe ich mit 15 Punkten und einem speziellen Zertifikat bestanden.
Meine LK-Prüfungen in Deutsch und Englisch liefen, soweit ich das wagen darf zu sagen, ziemlich gut.
Meine Mathematikprüfung allerdings ging dermaßen in die Hose, dass es sogar null Punkte werden könnten, wenn alles Unglück zusammentrifft.
Und allein diese Tatsache lässt mich schaudern.
Null Punkte bedeutet, dass es egal ist, ob ich die beste Philosophieprüfung meiner Schule abgelegt habe, es ist nichtig, wie gut Deutsch und Englisch ausgefallen sind.
Null Punkte heißt: Sackgasse.
Null Punkte bedeutet, dass es egal ist, ob ich die beste Philosophieprüfung meiner Schule abgelegt habe, es ist nichtig, wie gut Deutsch und Englisch ausgefallen sind.
Null Punkte heißt: Sackgasse.
Ich habe unheimliche Angst.
Morgen in einer Woche.
Die letzten Tage in Instagram:
Dienstag, 2. April 2013
Über Popkulturkalauer und die Gefahr dahinter.
Edward ist kein richtiger Vampir - Er glitzert!
Edward Cullen ist eine Glitzerfee!
Twilight ist für 12 jährige Mädchen! So albern!
Fifty Shades of grey ist dermaßen witzig! Die Sexszenen! Lololol!
Twilight ist für 12 jährige Mädchen! So albern!
Fifty Shades of grey ist dermaßen witzig! Die Sexszenen! Lololol!
Seit vielen Jahren klopfen sich einige junge Leute in fehlplatziertem Glauben an ihren eigenen Intellekt bei solchen Aussagen munter auf die Schenkel, werfen den Kopf zurück und glauben sie seien Rebellen, die das Wesen dieser Bücher durchschaut haben.
Weder die Tatsache, dass die Romane ungesunde Beziehungen glorifzieren und ein schlechtes Beispiel für junge Menschen darbieten, noch das Erschreckende hinter der punktgenau geplanten Verkaufsstrategie die auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet versucht Kaufkraft zu generieren ist es, was die Runde macht - Es ist das Glitzern.
Ich kann nicht umhin, mich zu fragen, ob dies ein Problem unserer Zeit, unserer Generation ist oder nicht viel eher die allgemeine Unfähigkeit die Gefahr hinter harmlosen Dingen zu erkennen?
Weder die Tatsache, dass die Romane ungesunde Beziehungen glorifzieren und ein schlechtes Beispiel für junge Menschen darbieten, noch das Erschreckende hinter der punktgenau geplanten Verkaufsstrategie die auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet versucht Kaufkraft zu generieren ist es, was die Runde macht - Es ist das Glitzern.
Ich kann nicht umhin, mich zu fragen, ob dies ein Problem unserer Zeit, unserer Generation ist oder nicht viel eher die allgemeine Unfähigkeit die Gefahr hinter harmlosen Dingen zu erkennen?
Natürlich geht auch mir nicht der unfreiwillige Humor ab, der sich ergibt, wenn derart gnadenlos der Versuch Schönheit zu schaffen in Realsatire endet. Der Protagonist, ein Mann, der männlicher ist als alle anderen, (Keiner weiß wirklich was das eigentlich heißen soll) doch bedient sich die Autorin dem weiblichsten Bild, das ihr überhaupt über den Weg laufen kann und karikiert sich letztlich selbst.
Ein Spaß, ich gebe es zu.
Doch ist er mittlerweile zu einem Symbol für Ignoranz verkommen.
Das eigentliche Problem hinter "Twilight" und "Fifty Shades of grey" sind nicht die lächerlichen Vergleiche, der furchtbare Schreibstil oder die beinahe ikonisch gewordenen Unsinnigkeiten, sondern was die Konklusion für den geneigten Leser darstellt.
Nehmen wir die alles dominierenden Prämissen heraus, erscheinen uns beide Romane auf einmal erschreckender:
Doch ist er mittlerweile zu einem Symbol für Ignoranz verkommen.
Das eigentliche Problem hinter "Twilight" und "Fifty Shades of grey" sind nicht die lächerlichen Vergleiche, der furchtbare Schreibstil oder die beinahe ikonisch gewordenen Unsinnigkeiten, sondern was die Konklusion für den geneigten Leser darstellt.
Nehmen wir die alles dominierenden Prämissen heraus, erscheinen uns beide Romane auf einmal erschreckender:
Szenario A:
Ein junges Mädchen zieht in eine neue Stadt, wo sie auf einen geheimnisvollen jungen Mann trifft, der sich zunächst abweisend verhält. Er rettet sie, woraufhin sie ein kurzes Gespräch führen. Immer wieder treffen sie aufeinander, der Mann stößt sie von sich. Schließlich erfährt sie, dass er stets Gefahr läuft sie zu töten, das es ihm schwer fällt seine Neigungen zu Gewalt unter Kontrolle zu halten und sie besser daran täte zu fliehen. Sie tut es nicht. Sie werden ein Paar.
Er sperrt sie ein, verbietet ihr den Umgang mit Freunden, schreit sie an, entmündigt sie und verlässt sie schließlich. Sie, die keine anderen Interessen besitzt außer ihn, will unbedingt erneut gerettet werden, weshalb sie sich in Gefahr begibt. Letztlich kehrt er zurück, verletzt sie einige Male und all dies wird uns als die wahre Liebe serviert. Er kann doch nichts dafür. Er MUSS ihr wehtun. Er KANN sich nicht wehren und dass er sich wie ein Kind verhält, indem er sich andauernd selbst bemitleidet wird dem Leser als das verkauft, das ihn entschuldigt.
Er verletzt sie, respektiert sie nicht und versucht sie zu beherrschen - Dass es ihm leid tut, macht alles wieder gut. Egal wie oft es geschieht.
Sie hat keine Freunde in diesen Romanen. Nur zwei Liebesinteressen, die um sie kämpfen als sei sie eine willenlose Trophäe. Und wie verhält sie sich? Selten als etwas Anderes. Keine Hobbies, keine Vorlieben, wir wissen nichts über Bella Swan, außer dass sie Edward unsterblich liebt.
Wie eine gute, kleine Frau es sollte.
Ein junges Mädchen zieht in eine neue Stadt, wo sie auf einen geheimnisvollen jungen Mann trifft, der sich zunächst abweisend verhält. Er rettet sie, woraufhin sie ein kurzes Gespräch führen. Immer wieder treffen sie aufeinander, der Mann stößt sie von sich. Schließlich erfährt sie, dass er stets Gefahr läuft sie zu töten, das es ihm schwer fällt seine Neigungen zu Gewalt unter Kontrolle zu halten und sie besser daran täte zu fliehen. Sie tut es nicht. Sie werden ein Paar.
Er sperrt sie ein, verbietet ihr den Umgang mit Freunden, schreit sie an, entmündigt sie und verlässt sie schließlich. Sie, die keine anderen Interessen besitzt außer ihn, will unbedingt erneut gerettet werden, weshalb sie sich in Gefahr begibt. Letztlich kehrt er zurück, verletzt sie einige Male und all dies wird uns als die wahre Liebe serviert. Er kann doch nichts dafür. Er MUSS ihr wehtun. Er KANN sich nicht wehren und dass er sich wie ein Kind verhält, indem er sich andauernd selbst bemitleidet wird dem Leser als das verkauft, das ihn entschuldigt.
Er verletzt sie, respektiert sie nicht und versucht sie zu beherrschen - Dass es ihm leid tut, macht alles wieder gut. Egal wie oft es geschieht.
Sie hat keine Freunde in diesen Romanen. Nur zwei Liebesinteressen, die um sie kämpfen als sei sie eine willenlose Trophäe. Und wie verhält sie sich? Selten als etwas Anderes. Keine Hobbies, keine Vorlieben, wir wissen nichts über Bella Swan, außer dass sie Edward unsterblich liebt.
Wie eine gute, kleine Frau es sollte.
Szenario B:
Eine junge Studentin trifft auf einen Mann, der sexuelles Interesse an ihr hat, obwohl...oder auch weil sie noch keinerlei Erfahrungen in diesem Gebiet machen konnte. Er gibt sich beherrschend und ist ihr in jedem Aspekt des Lebens derart überlegen, dass es schon besorgniserregend ist. Die junge Frau versucht halbherzig mit ihm auf gleiche Augenhöhe zu kommen, gibt sich aber irgendwie doch damit zufrieden, dass er auf sie hinabblickt. Er reicht ihr einen Vertrag in dem er sie verpflichtet diese und jene Praktiken auszuführen, obgleich sie nicht einmal weiß was die Hälfte dieser Begriffe überhaupt bedeuten. Er zeigt kein Einfühlungsvermögen, kein Verständnis und als sie sich weigert den Vertrag zu unterschreiben, spielt selbst dies keine Rolle mehr. Der Leser soll dies als romantische Beziehung schlucken, die jedes Hindernis überwinden kann. Er ist eine gequälte Seele und nur ihre feminine Geduld und Unschuld kann es schaffen ihn zu retten. Seine Vorlieben im Bett werden ungesunderweise auch hierbei erklärt. Er lässt sie im Stich, zeigt inakzepables Verhalten indem er ihre Wünsche nicht berücksichtigt und wird damit entschuldigt, dass sie letztlich ihren Höhepunkt erreicht. Ob dies allein eine körperliche Reaktion war, während ihr Verstand dies nicht wollte, spielt keine Rolle. Wie eine gesunde, einfühlsame SM-Beziehung aussieht, erfahren wir nie.
Das Ideal ist wieder einmal die Kontrolle des einen Partners über den Anderen.
Wir leben in einer geschlechterfeindlichen Gesellschaft. Das ist ein Fakt.
Es war schon schlimmer und garantiert könnte es uns schlechter ergehen als heute. Doch viel gefährlicher sind die kleinen Banalitäten, die wir nicht mehr beachten, die unterschwellig dann aber eine große Wirkung besitzen.
Wenn man uns vormacht dass Gleichberechtigung Fordernde (Nicht auf dem Papier, aber in den Köpfen!) durchgedrehte Emanzen sind, wird sich nie etwas ändern. Die Ungleichheit, die nicht als solche erkannt wird, ist immer die Gefährlichste.
Bücher wie "Twilight" oder "Fifty shades of grey" wirken auf Außenstehende wie harmlose Unterhaltungsliteratur, die gar nicht versucht tiefgründig zu sein. Das stimmt.
Aber sie fungiert für viele Fans als Beispiel. Als Vorbild. Aber was zeigt dieses Vorbild jungen Menschen? Ein Partner ist dazu berechtigt den anderen Partner zu ignorieren, zu bevormunden, zu misshalnden vielleicht sogar, solange er gut aussieht und gequält dabei gucken kann.
Bücher wie "Twilight" oder "Fifty shades of grey" wirken auf Außenstehende wie harmlose Unterhaltungsliteratur, die gar nicht versucht tiefgründig zu sein. Das stimmt.
Aber sie fungiert für viele Fans als Beispiel. Als Vorbild. Aber was zeigt dieses Vorbild jungen Menschen? Ein Partner ist dazu berechtigt den anderen Partner zu ignorieren, zu bevormunden, zu misshalnden vielleicht sogar, solange er gut aussieht und gequält dabei gucken kann.
Diese Ungleichheit betrifft nicht allein Frauen.
Auch Männer können darunter leiden. Sie werden unrealistischen Erwartungen ausgesetzt, die keiner erfüllen kann und stehen unter enormen Druck.
Auch Männer können darunter leiden. Sie werden unrealistischen Erwartungen ausgesetzt, die keiner erfüllen kann und stehen unter enormen Druck.
Es entsteht ein falsches Bild, wie Rollen verteilt sein müssen.
Ein Mann muss gut aussehen, dominant seine Frau beschützen, die sich rührend um ihn kümmert und sich dies gefallen lässt.
Nicht einmal die oben genannten Witzereißer machen es besser, wenn sie das Glitzern des Edwards als unmännlich deklarieren und uns vormachen SIE wüssten was Männlichkeit bedeutet!
Ich fordere hiermit nicht das Verbannen dieser Romane, doch vielleicht einen etwas kritischeren Blick auf die Grundaussagen die hier getroffen werden.
Es dreht sich nicht alles um ein wenig Glitzerstaub.
Ein Mann muss gut aussehen, dominant seine Frau beschützen, die sich rührend um ihn kümmert und sich dies gefallen lässt.
Nicht einmal die oben genannten Witzereißer machen es besser, wenn sie das Glitzern des Edwards als unmännlich deklarieren und uns vormachen SIE wüssten was Männlichkeit bedeutet!
Ich fordere hiermit nicht das Verbannen dieser Romane, doch vielleicht einen etwas kritischeren Blick auf die Grundaussagen die hier getroffen werden.
Es dreht sich nicht alles um ein wenig Glitzerstaub.
Dienstag, 12. Februar 2013
And I still float - Valentine's day
Ist die Welt ein weiter Ozean voller definitiv aufgeklärter und intelligenter junger Menschen (Von Ausnahmen abgesehen), in dessen Gewässern verklärte Romantik und übermäßiger Kitsch verpönt und als naiv verlacht wird, so bin ich eine kleine Insel, die den Gezeiten zu trotzen versucht.
Wir leben in einer schnelllebigen Zeit. Man sieht sich kaum um, man rauscht ins Ziel, am besten mit nach vorne geneigtem Kopf, damit das Band auch wirklich von einem selber entzweit wird. Wir rennen, wir hetzen, wir schütteln mit dem Kopf und tippen rasch noch eine Nachricht beiläufig in unser Handy - Wie schön ist es da sich selber Nostalgie zu gönnen?
Nicht alles war früher besser.
Die Emanzipation noch in den Kinderschuhen, Diskriminierung an der Tagesordnung, der kalte Krieg, Erinnerungen an die schlimmste Zeit in der bekannten Geschichte der Menschheit noch so frisch und berührbar.
Aber gleichsam hat dies einen gewissen Wunsch nach "Friede Freude Eierkuchen" erweckt. Kleinigkeit wurden hochstilisiert. Hunderte mehr oder minder kitschiger und anrührender Filme, Lieder, Bücher über die Hoffnung, die Liebe, Weihnachten und die Werte einer Familie hervorgebracht.
Und auch wenn ich kein Freund vom meiden und vertuschen unangenehmer Wahrheiten bin, so genieße ich Festtage in jener verklärten Laune.
Ich freue mich darauf. Ich liebe es mich auf diese Dinge vorzubereiten und träume von einem perfekten kleinen Bilderbuchtag, der mich die Grausamkeiten des Lebens vergessen lässt.
Ich stehe dazu.
Ich liebe Valentinstag.
Ich stehe auf meiner kleinen Insel, auf der nichts außer Sand und Palmen sanft im lauen Windchen bewegt werden. Das rauschen des intellektuellen Ozeans um mich herum, ich schließe die Augen. Ich weiß von den Profiten der Industrie, ich weiß von der Lächerlichkeit in übertriebener Romantik.
Aber es kümmert mich nicht.
Aber es kümmert mich nicht.
Wenn es einen Tag schon geben muss, an dem man sich sagen kann, dass man sich liebt, wenn es sein muss, dass man eine Ausrede braucht um Zeit miteinander zu verbringen, so begrüße ich es anstatt es zu verhöhnen. Unironisch und ehrlich: Ich mag diesen Tag.
Und darum habe ich ein paar kleine Ideen mitgebracht:
What I'd like to wear:
Dress: Little Hearts on Prairie Dress Shoes: Toe-Tapping Attitude Heel
What I'd like to drink:Heiße Schokolade...
Rezept auf: A beautiful mess
What I'd like to do:
Picknick - Schnappt Euch euren Partner/in oder eure besten Freunde, setzt euch auf eine Decke und esst zusammen, redet miteinander, habt Spaß!
Am Valentinstag muss es nicht unbedingt nur um die romantische Liebe gehen.
Und wenn es regnet, picknickt drinnen! Mit Decke wohlgemerkt!
Viel Spaß!
Samstag, 9. Februar 2013
I don't care as long as you sing
Während meine Wangen endlich abgeschwollen sind, der Frühling sich bereits in die Bekleidungsgeschäfte und in die Gedanken meiner Mitmenschen schleicht, die Sonne häufiger golden am Horizont gleißt und mein Leben beginnt Perspektive zu suchen, gönnte ich mir heute ein wenig Zeit für mich.
Nur für mich. Egoistisches, kleines Ich, welches noch immer Komplexe hat.
Welches sich roten Lippenstift kauft und versucht in einem kleinen, Spontanshooting allein bei sich Zuhause den eigenen Verstand davon zu überzeugen, dass es auch attraktiv sein kann.
Auch ohne Brille.
Nur für mich. Egoistisches, kleines Ich, welches noch immer Komplexe hat.
Welches sich roten Lippenstift kauft und versucht in einem kleinen, Spontanshooting allein bei sich Zuhause den eigenen Verstand davon zu überzeugen, dass es auch attraktiv sein kann.
Auch ohne Brille.
Wer ein wenig länger meinen Blog mitverfolgt, wird wissen, dass ich einen furchtbaren Nasenkomplex habe und somit zwang ich mich die Brille abzulegen und die ungeschönte Wahrheit zu fotografieren. (Nun, ungeschönt liegt aufgrund von Make-up und Layern im Auge des Betrachters)
Ja, diese Fotos dienen allein dazu mir selber zu zeigen, dass ich nicht ganz so schrecklich aussehen kann, dass ich kein hoffnungsloser Fall bin und es nicht nötig ist mich zu verstecken. Damit ist es ein schamloses Egostreicheln meinerseits.
Aber ich bin davon überzeugt, dass dies etwas ist, das jeder tun sollte, dem es helfen kann!
Aber ich bin davon überzeugt, dass dies etwas ist, das jeder tun sollte, dem es helfen kann!
Ladies, geht da raus, schminkt euch (oder auch nicht, wenn ihr euch so wohler fühlt) und flirtet mit der Kamera!
Und als Bonus:
Meine neuen Schuhe! Grah, sie sind so süß.Ich sollte aufhören mich so zu verwöhnen. Das tut mir auf Dauer sicher nicht gut, haha.
Mittwoch, 30. Januar 2013
Sweet dreams are made of this...
Kennt ihr das, wenn der Himmel dunkelgrau, schwere, eisige Tropfen herabregnen und sich wie ein Schleier auf euer Gemüt legen?
Wenn man mit dem Kopf auf die Hände gestützt ins Leere starrt, die Zahlen der Tafel längst zu einem nichtigen Wirbel verkommen, die Welt ein trüber Ort, eine staubige Ecke des Universums?
Wenn man mit dem Kopf auf die Hände gestützt ins Leere starrt, die Zahlen der Tafel längst zu einem nichtigen Wirbel verkommen, die Welt ein trüber Ort, eine staubige Ecke des Universums?
Doch dann fällt ein goldener Strahl aus dem Fenster, wie durch gütige Hände aufgerissen, löst sich die Wolkendecke, lässt das Licht herein.
Und dann schlägt dein Herz höher.
Und dann schlägt dein Herz höher.
Und dann kannst du den Tag überstehen.
Und dann ist dir danach, auf dem Heimweg umherzuwirbeln und dein Kleid im Wind flattern zu lassen.
Und dann...zeigt sich die kleine, staubige Ecke des Universums von ihrer prachtvollen Seite.
Bluse: New Yorker
Stiefel: Deichmann
Hose: H&M
Strumpfhose: H&M
Sonntag, 6. Januar 2013
Read me of that list of the things that you used to not like but now you think are okay
Das Jahr ist noch jung. Nicht einmal die erste Woche kann am Kalender fortgestrichen werden und dies ist natürlich der Zeitpunkt für die obligatorischen Ziele und Vorsätze für 2013.
Da ich das aber bisher noch nie wirklich gemacht habe, dachte ich mir, dass ich durchaus eine kleine Liste der Dinge machen könnte, die ich in diesem Jahr erreichen will.
Denn wie ich schon heute zu einer guten Freundin sagte:
Da ich das aber bisher noch nie wirklich gemacht habe, dachte ich mir, dass ich durchaus eine kleine Liste der Dinge machen könnte, die ich in diesem Jahr erreichen will.
Denn wie ich schon heute zu einer guten Freundin sagte:
"Ich habe diese 'Ich habe Lust da rauszugehen und mein Leben zu finden'-Stimmung. Aber das klingt furchtbar pathetisch und überhaupt - Hä?"
Vielleicht sind es die Veränderungen, die in den kommenden Monaten erbarmungslos auf mich einprasseln werden. Es ist nicht sicher, ob ich meine Abiturzulassung bekomme, auch wenn die Chancen nicht schlecht stehen und genau diese Ungewissheit macht mir Angst.
Selbst wenn sich die Dinge noch legen, wenn ich zugelassen bin und meine Prüfungen bestehe, werden sich mir Herausforderungen in den Weg stellen, denen ich mich kaum gewachsen fühle...
Es kam mir vor wie gestern, dass ich dachte mit Achtzehn hätte man alles in der Tasche, verstünde die Welt und säße mit einem Tee und gewichtigem Blick vor dem hauseigenen Kamin, um ein kluges Buch zu lesen. Kluge Bücher und Tee sind die eine Sache, die ich auf jeden Fall habe...
Doch was bedeutet erwachsen sein? Ich bin einundzwanzig, ich liebe Kinderserien, weine in mein Taschentuch bei traurigen Szenen, hüpfe grundlos durch die Wohnung, weigere mich aufzuräumen und verkippe noch immer geschmolzene Eiscreme auf Schleifchenbesetzte Kleider. In der Bahn werden mir aufgrund meines Äußeren noch Kindertickets verkauft, doch die Hürden sind unweit größer als ich. Wo sind also die Grenzen?
Es kam mir vor wie gestern, dass ich dachte mit Achtzehn hätte man alles in der Tasche, verstünde die Welt und säße mit einem Tee und gewichtigem Blick vor dem hauseigenen Kamin, um ein kluges Buch zu lesen. Kluge Bücher und Tee sind die eine Sache, die ich auf jeden Fall habe...
Doch was bedeutet erwachsen sein? Ich bin einundzwanzig, ich liebe Kinderserien, weine in mein Taschentuch bei traurigen Szenen, hüpfe grundlos durch die Wohnung, weigere mich aufzuräumen und verkippe noch immer geschmolzene Eiscreme auf Schleifchenbesetzte Kleider. In der Bahn werden mir aufgrund meines Äußeren noch Kindertickets verkauft, doch die Hürden sind unweit größer als ich. Wo sind also die Grenzen?
Ich fürchte mich. Ich fürchte mich sehr...
Doch streift auch der unwiderstehliche Geschmack des Abenteuers meine Zungenspitze, verlangt nach mehr, verlangt danach gekostet zu werden!
Doch streift auch der unwiderstehliche Geschmack des Abenteuers meine Zungenspitze, verlangt nach mehr, verlangt danach gekostet zu werden!
Demnach schlucke ich meine Angst hinunter, schließe die Augen tapfer wie damals, als ich Angst vor einer Spritze hatte und stürze mich in das neue Jahr.
Du kannst mir nichts anaben, 2013!
Meine Ziele:
- Meine Abiturzulassung erhalten.
- Mein Abitur bestehen
- Einen Platz an einer Uni finden
- In eine andere Stadt ziehen
- Mir weniger Sorgen machen
- Meine Wohnung länger als vier Tage aufgeräumt belassen
- Lernen mich besser zu organisieren
- Diesen Blog weiterführen
Dienstag, 16. Oktober 2012
Looking thorugh a window glass - Consolation for the timid
Eine Brille zu tragen ist für mich mehr als nur die Möglichkeit meine schwachen Augen auszugleichen.
Eine Brille ist Ausdruck der Persönlichkeit, ein Modestatement, wie jüngste Trends beweisen und letztlich auch meine Möglichkeit Unsicherheit zu verbergen.
Leider bin ich nicht gerade mit einer zierlichen Nase gesegnet. Demnach ist es auch immer das erste, das mir auffällt, wenn ich anderen Leuten begegne:
Eine Brille ist Ausdruck der Persönlichkeit, ein Modestatement, wie jüngste Trends beweisen und letztlich auch meine Möglichkeit Unsicherheit zu verbergen.
Leider bin ich nicht gerade mit einer zierlichen Nase gesegnet. Demnach ist es auch immer das erste, das mir auffällt, wenn ich anderen Leuten begegne:
Wie ist ihre Nase geformt? Ist sie klein, ist sie groß? Schief oder gerade? Ich bin so neidisch!
Durch meine Brille habe ich die Möglichkeit die schlimmsten Aspekte zu verbergen, wofür ich jeden Tag dankbar bin.
Ich träume von einer niedlichen Stupsnase, wage es nicht mich im Bett mit meiner Partnerin von ihr wegzudrehen, da sie das Profil sehen könnte. Es belastet mich mehr als es das tun sollte.
Denn mal ehrlich:
Eine scharfe Nase entspricht sicher nicht dem gängigen Schönheitsideal, doch kann man sie als gebildet, erwachsen und literarisch bezeichnen.
Sie vermittelt eine Ahnung von Intelligenz und noblen Zügen...
Trotz allem fällt es mir schwer sie so zu akzeptieren wie sie ist, womit ich garantiert nicht alleine bin.
Deshalb starte ich demnächst ein neues Blogprojekt, bei dem ich auf Mitarbeit von anderen Bloggern hoffe.
Denn mal ehrlich:
Eine scharfe Nase entspricht sicher nicht dem gängigen Schönheitsideal, doch kann man sie als gebildet, erwachsen und literarisch bezeichnen.
Sie vermittelt eine Ahnung von Intelligenz und noblen Zügen...
Trotz allem fällt es mir schwer sie so zu akzeptieren wie sie ist, womit ich garantiert nicht alleine bin.
Deshalb starte ich demnächst ein neues Blogprojekt, bei dem ich auf Mitarbeit von anderen Bloggern hoffe.
"Consolation for the timid"
Der englische Blog "laughing with broken eyes" inspirierte mich in erhebenden Texten dazu, auch den deutschsprachigen Bloggern die Möglichkeit zu geben ihre Geschichte zu erzählen, andere aufzuheitern, ihnen Mut zuzusprechen und sie wissen zu lassen, dass sie nicht alleine sind.
Die Regeln lauten folgendermaßen:
Jeden Sonntag schalte ich einen Gastblogtext frei, in dem eine Bloggerin oder ein Blogger über ihre/seine Unsicherheiten spricht, darüber redet wie er/sie damit zurechtkam, dies überwunden hat und lernte sich so zu lieben wie er/sie ist.
Dies kann alles bedeuten: Charakterschwächen, Krankheiten, Probleme mit dem Äußeren, Lebensstile oder Gewohnheiten, die einen nun doch einzigartig und nicht minder liebenswert machen.
Die Regeln lauten folgendermaßen:
Jeden Sonntag schalte ich einen Gastblogtext frei, in dem eine Bloggerin oder ein Blogger über ihre/seine Unsicherheiten spricht, darüber redet wie er/sie damit zurechtkam, dies überwunden hat und lernte sich so zu lieben wie er/sie ist.
Dies kann alles bedeuten: Charakterschwächen, Krankheiten, Probleme mit dem Äußeren, Lebensstile oder Gewohnheiten, die einen nun doch einzigartig und nicht minder liebenswert machen.
Ich hoffe, auf eure Mithilfe um ein kleines bisschen Selbstbewusstsein in die Welt zu tragen.
Meine Wenigkeit einmal ohne Brille. Ich versuche den Mut aufzubringen demnächst ein Bild im Profil hochzuladen, aber für den Anfang ist das schon mutiger als ich lange war.
Donnerstag, 27. September 2012
Fangt an zu leben! Eine Rede an den kleinen Mann.
Wir müssen anfangen zu leben! Wir müssen aufhören zu hassen! Wir müssen anfangen zu denken! Wir müssen aufhören uns selbst zu verleugnen!
Was ist der Mensch?
Er ist die Summe allem was ihn ausmacht. Er ist die große Ausnahme der Philosophie, der Wissenschaft.
Das Wesen, welches sich selbst ergründet. Es hinterfragt sich, ist selbstkritisch. Es ist dazu fähig sich selbst zum Gott zu erheben und zum Ungeheuer zu degradieren. Seine Worte sprechen von narzisstischem Selbsthass, unterliegen jedoch den Formen die ihm gegeben.
Er formt Gesellschaften, bildet Normen, weist in Richtungen und ebnet dabei Wege, die nie zuvor ein Lebewesen betreten durfte. Wir sind privilegiert. Wir sind einzigartig. Wir sind Menschen.
Und doch habe ich Menschen an dieser Gesellschaft zerbrechen sehen.
Zusammengepfercht, abgestempelt, ausgegrenzt - Das Paradoxum unserer Intelligenz begründet sich auf den hier erwachenden Trieben der Selbsterhaltung. Sind wir dessen nicht erhaben?
Ha! Und was haben wir überhaupt mit der Gesellschaft zutun? Was sagt sie mir? Wieso Ich?
Es ist falsch sich hinter diesem Begriff zu verstecken. Die Gesellschaft ist keine ominöse Masse, die gesichtslos Leben zerstört und Regeln diktiert.
Die Gesellschaft, das bist DU! Das ist sie, die auf den Bus wartet. Das ist er, der die Hand seines Kindes hält. Wir sind es. Wir.
Und zu sagen, dass all das Schreckliche das um uns geschieht nicht in unserer Hand liegt, zu erklären wir seien nur ein Mensch, so winzig klein und nichtig. Sich erschlagen, Sich erdrückt zu fühlen von der Last der schieren Masse ist eine bequeme Lüge hinter der sich zu verstecken uns ein angenehmes Leben verschafft.
Doch sind wir Fußspuren im Sand. Ein jeder. Wir leben unser Leben, um mit der nächsten Woge hinfortgespült zu werden. Auf ewig fort und bald vergessen.
Ist es das wert? Diese Gesellschaft?
Wir sind abgestumpft. Wir sind leer. Wir wandern gedankenlos durch diese Welt, reihen uns ein im Gleichschritt der Trommeln, deren Schläger wir nicht kennen. Wir haben uns die Ideale jener Hochglanzpapiere in den Rachen gestopft und ersticken nun daran. Unsere Seele begraben unter dem bleiernden Schleier des Einheitsbreis.
Wir sind die Generation des emotionalen Mittelmaßes!
Wir sind die Generation der Schamlosigkeit!
Wir sind die Generation, die sich in extreme spalten muss, um dem omnipräsenten Schmerz in uns zu entgehen!
Wir saufen, wir rauchen, wir rebellieren mehr als je zuvor.
Doch fragt man uns nach einem Buch, einem Film, einem Lied, so zitieren wir die Texte, so zucken wir ratlos mit den Schultern und nuscheln eine einsilbige Einschätzung.
Wo sind unsere Worte nur hin? Wo ist unser Herz?
Wo ist die glühende Leidenschaft, die durch unsere Adern fließen kann, in uns Sehnsüchte und große Träume erweckt?
Wo sind die Menschen, die einer Sache ganz und gar verfallen?
Werden jene nicht verlacht?
Wacht endlich auf!! Werdet lebendig!!
Ein Ereignis ist nicht "cool", "geil" oder "gut".
Die Dinge sind nicht "In Ordnung", "Scheiße" oder "dumm"
Das Leben ist so viel mehr!
Es ist bezaubernd, es reißt Welten ein, es ist fabelhaft, großartig, so melancholisch, anrührend, mit den blutroten Farben des Zorns auf die Leinwand der Welt gemalt!
Es ist hier und dort und überall!
Es ist so zerbrechlich wie Kristall, doch lange nicht so transparent.
Zu denken ist schön! Zu fühlen ist toll!
Also denkt auch über andere nach!
Fühlt sie mit eurem Herzen, mit eurer Seele.
Sieht sie nicht als Ikonen eures Hasses. Denn Hass ist die einzige Emotion die auf dieser Welt keinen Platz findet. Gewaltlose Wut ist wunderschön. Sie lässt uns pulsieren, erbeben, uns wissen dass wir lebendig sind und in ihrem seichten abebben eine Salbe für unsere Wunden.
Doch woher der Hass? Er ist stumpf, er zerbricht was vereinigt gehört.
Niemand verlangt, dass ihr all eure Differenzen beilegt. Das Leben ist nicht so und soll nie so sein.
Schmerz muss gefühlt werden. Schmerz muss gelebt sein. Schmerz will es so!
Denn nur dann dürfen wir auch Freude empfinden.
Sogar Lästern hat seinen Platz, seinen Ort, seinen Zweck für das Heil unserer Seele...
Doch zerstört nicht euren Nachbarn.
Ihr seid Menschen. Ihr seid die große Ausnahme dieser Natur.
Ihr sollt fühlen. Ihr sollt fühlen lassen. Ihr sollt die Vielfalt unserer Welt mit der Zunge erschmecken, mit den Fingerspitzen sanft ertasten, mit den Augen einfangen und dem Herzen festhalten.
Handelt auch so wie das Potenzial das euch gegeben wurde es verlangt.
Ihr seid nicht groß. Ihr seid klein.
Ihr seid Goethe, der die Welt in Worte hüllte, ihr seid Van Gogh der die schillernsten Farben sah, Ihr seid Beethoven und in euren Händen haltet ihr die neue Mondscheinsonate.
Was ist der Mensch?
Er ist die Summe allem was ihn ausmacht. Er ist die große Ausnahme der Philosophie, der Wissenschaft.
Das Wesen, welches sich selbst ergründet. Es hinterfragt sich, ist selbstkritisch. Es ist dazu fähig sich selbst zum Gott zu erheben und zum Ungeheuer zu degradieren. Seine Worte sprechen von narzisstischem Selbsthass, unterliegen jedoch den Formen die ihm gegeben.
Er formt Gesellschaften, bildet Normen, weist in Richtungen und ebnet dabei Wege, die nie zuvor ein Lebewesen betreten durfte. Wir sind privilegiert. Wir sind einzigartig. Wir sind Menschen.
Und doch habe ich Menschen an dieser Gesellschaft zerbrechen sehen.
Zusammengepfercht, abgestempelt, ausgegrenzt - Das Paradoxum unserer Intelligenz begründet sich auf den hier erwachenden Trieben der Selbsterhaltung. Sind wir dessen nicht erhaben?
Ha! Und was haben wir überhaupt mit der Gesellschaft zutun? Was sagt sie mir? Wieso Ich?
Es ist falsch sich hinter diesem Begriff zu verstecken. Die Gesellschaft ist keine ominöse Masse, die gesichtslos Leben zerstört und Regeln diktiert.
Die Gesellschaft, das bist DU! Das ist sie, die auf den Bus wartet. Das ist er, der die Hand seines Kindes hält. Wir sind es. Wir.
Und zu sagen, dass all das Schreckliche das um uns geschieht nicht in unserer Hand liegt, zu erklären wir seien nur ein Mensch, so winzig klein und nichtig. Sich erschlagen, Sich erdrückt zu fühlen von der Last der schieren Masse ist eine bequeme Lüge hinter der sich zu verstecken uns ein angenehmes Leben verschafft.
Doch sind wir Fußspuren im Sand. Ein jeder. Wir leben unser Leben, um mit der nächsten Woge hinfortgespült zu werden. Auf ewig fort und bald vergessen.
Ist es das wert? Diese Gesellschaft?
Wir sind abgestumpft. Wir sind leer. Wir wandern gedankenlos durch diese Welt, reihen uns ein im Gleichschritt der Trommeln, deren Schläger wir nicht kennen. Wir haben uns die Ideale jener Hochglanzpapiere in den Rachen gestopft und ersticken nun daran. Unsere Seele begraben unter dem bleiernden Schleier des Einheitsbreis.
Wir sind die Generation des emotionalen Mittelmaßes!
Wir sind die Generation der Schamlosigkeit!
Wir sind die Generation, die sich in extreme spalten muss, um dem omnipräsenten Schmerz in uns zu entgehen!
Wir saufen, wir rauchen, wir rebellieren mehr als je zuvor.
Doch fragt man uns nach einem Buch, einem Film, einem Lied, so zitieren wir die Texte, so zucken wir ratlos mit den Schultern und nuscheln eine einsilbige Einschätzung.
Wo sind unsere Worte nur hin? Wo ist unser Herz?
Wo ist die glühende Leidenschaft, die durch unsere Adern fließen kann, in uns Sehnsüchte und große Träume erweckt?
Wo sind die Menschen, die einer Sache ganz und gar verfallen?
Werden jene nicht verlacht?
Wacht endlich auf!! Werdet lebendig!!
Ein Ereignis ist nicht "cool", "geil" oder "gut".
Die Dinge sind nicht "In Ordnung", "Scheiße" oder "dumm"
Das Leben ist so viel mehr!
Es ist bezaubernd, es reißt Welten ein, es ist fabelhaft, großartig, so melancholisch, anrührend, mit den blutroten Farben des Zorns auf die Leinwand der Welt gemalt!
Es ist hier und dort und überall!
Es ist so zerbrechlich wie Kristall, doch lange nicht so transparent.
Zu denken ist schön! Zu fühlen ist toll!
Also denkt auch über andere nach!
Fühlt sie mit eurem Herzen, mit eurer Seele.
Sieht sie nicht als Ikonen eures Hasses. Denn Hass ist die einzige Emotion die auf dieser Welt keinen Platz findet. Gewaltlose Wut ist wunderschön. Sie lässt uns pulsieren, erbeben, uns wissen dass wir lebendig sind und in ihrem seichten abebben eine Salbe für unsere Wunden.
Doch woher der Hass? Er ist stumpf, er zerbricht was vereinigt gehört.
Niemand verlangt, dass ihr all eure Differenzen beilegt. Das Leben ist nicht so und soll nie so sein.
Schmerz muss gefühlt werden. Schmerz muss gelebt sein. Schmerz will es so!
Denn nur dann dürfen wir auch Freude empfinden.
Sogar Lästern hat seinen Platz, seinen Ort, seinen Zweck für das Heil unserer Seele...
Doch zerstört nicht euren Nachbarn.
Ihr seid Menschen. Ihr seid die große Ausnahme dieser Natur.
Ihr sollt fühlen. Ihr sollt fühlen lassen. Ihr sollt die Vielfalt unserer Welt mit der Zunge erschmecken, mit den Fingerspitzen sanft ertasten, mit den Augen einfangen und dem Herzen festhalten.
Handelt auch so wie das Potenzial das euch gegeben wurde es verlangt.
Ihr seid nicht groß. Ihr seid klein.
Ihr seid Goethe, der die Welt in Worte hüllte, ihr seid Van Gogh der die schillernsten Farben sah, Ihr seid Beethoven und in euren Händen haltet ihr die neue Mondscheinsonate.
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