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Montag, 11. November 2013

Meister Petz

Endlich bin ich wieder da!
Wo ich denn die ganze Zeit gesteckt habe, werdet ihr in wenigen Sekunden erfahren, denn bevor es mit dem üblichen Programm weitergeht, gibt es ein kleines shoutout für einen ganz mutigen Kater.

Nach der ersten Oktoberwoche ging es meinem Kater Bärchen furchtbar schlecht, ich musste ihn um zwei Uhr Nachts als Notfall in eine Tierklinik einweisen lassen, wo er zwei Blutspenden benötigte. Weshalb er, so vollends unvermittelt Blut spuckte, wissen wir bis heute nicht.
Nach langem Bangen konnten wir ihm nur jeden Test zuteil werden lassen, den es gab: Computertomographie, Röntgen, Endoskopie, Ultraschall...Nichts wurde gefunden, was das Problem hätte verursachen können.

Mittlerweile ist Bärchen wieder daheim. Die Nachuntersuchung ist überstanden und mein kleiner Mann ruht genüsslich auf seinem Bettthron.

Ich liebe dieses Tier so sehr, dass ich es einfach hier mal erwähnen muss.
Ich bin dankbar, dass er wieder bei mir ist und wohl so schnell auch nicht geht.

Ein dankbareres, verschmusteres und braveres Kätzchen wird man nicht so einfach finden.

Montag, 15. Juli 2013

Neues Layout



Das war eine schreckliche Arbeit, die ich bitte nicht so schnell wieder machen möchte.
Aber jetzt habe ich es endlich geschafft!
Wie findet ihr es?

Sagt ja nichts falsches, ich falle sonst in Ohnmacht.

Dienstag, 2. Juli 2013

A quick inside into LBGTQA etc.


Obgleich die Partnerschaften zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern immer mehr Toleranz, wenn nicht gar Akzeptanz findet, stoße ich häufiger noch auf eine solide Mauer an Unwissenheit.
Unwissenheit die in verletzende Kommentare übergehen kann, ungeachtet der Tatsache, dass der Andere dies nicht böse gemeint hat.
Noch immer höre ich, dass Mädchen den Sportkurs gewechselt haben da ich -als geoutete Lesbe- mit ihnen im gleichen Raum gewesen wäre, während sie sich umziehen. Nicht konnten sie ahnen, dass ich mich als Demisexuell identifiziere und damit keinerlei Reize an ihren Körpern finden kann.
Erst kürzlich fiel in einem Gespräch mit einer Internetbekannschaft der Begriff der sexuellen Orientierung. Nachdem ich erklärte, dass das ganze unheimlich kompliziert sei und in seiner Komplexität gleichermaßen schön, wurde lachend geantwortet:
"Wieso komplex? Gibt doch nur drei Möglichkeiten."

Falsch.

Wir Menschen funktionieren nicht so binär. Wir sind nicht nur schwarz oder weiß, warm oder kalt, oben oder unten. Wir sind hier und dort und überall, bunt, grau, mit Mustern und Merkmalen versehen die sich nie einordnen lassen.
Doch hinsichtlich der Tatsache, dass wir in unserem geordneten Gesellschaftssystem diese Schemen lieben und manchmal auch brauchen, würde ich hier gerne ein wenig Aufklärung leisten.

Zuerst einmal teilt sich die Sexualität eines Menschen in "sexuelles Verhalten", "sexuelle Präferenz" und "romantische Präferenz".
Klingt nun verwirrend, löst sich bei genauerer Betrachtung jedoch recht schnell auf:
Die sexuelle Präferenz bezieht sich auf den Geschlechtsakt.
Die romantische Präferenz auf die eigentliche Beziehung bzw. Liebe.
Das sexuelle Verhalten kann stark von der sexuellen Präferenz abweichen. Ganz besonders bei Priestern, die im Zöllibat leben, jeglicher Sexualität angehören können, aber enthalsam bleiben.

Gender binary:
Viele Menschen sehen es als engstirnig und unpassend an, dass es nur zwei Geschlechter geben soll. Diese Aussage gewinnt besonders an Kraft, wenn antike Kulturen in den Fokus geraten, wo es schon seit Jahrtausenden bis zu fünf Geschlechter (oder mehr) gegeben hat.
Viel eher bewegen sich einige Leute auf einer Skala dieser Geschlechter, können sich von ihr aber auch gänzlich lösen. Im Grunde sind auch Geschlechterrollen nur ein gesellschaftliches Konstrukt, also findet dies durchaus seine Rechtferigung.

Begriffserklärungen:

Homosexuell: Wie jedem bekannt sein dürfte, bezeichnet dieser Ausdruck Individuen die sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen.

Heterosexuell: Individuen, die sich zum anderen Geschlecht hingezogen fühlen.

Bisexuell: Individuen, die sich zu "beiden" Geschlechtern hingezogen fühlen.

Asexuell: Individuen, die keinerlei sexuelle Anziehung verspüren. Dies ist keine Krankheit. Es handelt sich um eine vollkommen natürliche sexuelle Präferenz. Auch hier können Grauzonen entstehen. Beispielsweise gibt es Asexuelle, welche durchaus Selbstbefriedigung betreiben können, dies jedoch nicht auf Andere ausweiten. Asexuelle Menschen können zudem auch romantische Beziehungen eingehen, in denen nur kein Akt stattfindet. Es muss aber nicht sein.

Demisexuell: Individuen, die eine sexuelle Anziehung erst nach Eingang einer tiefgreifenden, seelischen Bindung empfinden können. One night stands und dergleichen sind für sie undenkbar. Auch hier geht es nicht um moralisches Empfinden. Demisexuelle Personen könnten es unter Umständen als vollends unbedenklich empfinden. Nur sind sie nicht dazu in der Lage eine körperliche Beziehung einzugehen, oder auch nur einen Körper sexuell attraktiv zu finden, ohne seelische Konnektivität.

Pansexuell: Individuen, die sich zu jedem Geschlecht hingezogen fühlen. Bedeutend, dass auch transgender und geschlechterlose Personen in Betracht gezogen werden können.

Transsgender: Individuen, die im falschen Körper geboren wurden. Meist werden sie versuchen ihren Körper an ihr wahres Geschlecht anzupassen. Dies hat nichts mit ihrer sexuellen oder romantischen Präferenz zutun. Transgender Menschen können auch heterosexuell sein.
(Bitte sagt nicht "Transe", egal wie es gemeint sein könnte.)

Cisgender: Individuen, deren biologisches Geschlecht mit ihrem geistigem Geschlecht übereinstimmen.

Genderfluid: Individuen, deren Geschlecht sich in verschiedenen Abschnitten ihres Lebens verändert. Manchmal sogar täglich. Sie sind keine Angeber, sie sind nicht auf Aufmerksam aus. Genderfluidity ist eine ernst zunehmende und ehrliche Angelegenheit.

Allies: Individuen, die alles obrige genannte und jede dazwischen liegende Grauzone unterstützen, akzeptieren und als gleichberechtigt betrachten. Also...Ihr alle, hoffe ich.

Für eine Erklärung von Leuten, die es besser können als ich:





Donnerstag, 13. Juni 2013

Demi

Während sich der sechste Monat des Jahred dem Ende zuneigt und damit die Hälfte des Jahres markiert, kann ich nicht umhin einen kleinen Blick zurückzuwerfen und mich zu fragen, wie weit ich meinen Zielen näher gekommen bin. Was habe ich erreicht, was habe ich gemacht?
Der Januar roch frisch und kühl. Der eisige Wind flüsterte verlockende Versprechen in mein Ohr, säuselte von Veränderung, während die kahlen Bäume erstarrt zusahen.

Alles war so neu, so aufregend, so bedrohlich.
Doch der milde Frühling mit gütiger Wärme und bunter Blütenpracht hat die Ecken und Kanten aus 2013 herausgefeilt. Hat, obgleich er doch für Neubeginn stehen soll, verhindert dass die Dinge ihren Lauf nahmen. Hat mich zurückgelassen und den Wind durch stumme Brisen ersetzt.

Allerdings ist es oftmals nicht so einfach.
Ein Stein, der über die Oberfläche eines Sees gleitet wird nie die Wellen sehen, die er schlägt. Nur die Hüpfer zählen können, die ihn weiterbringen.

Jede Veränderung ist der Beachtung wert.
Und somit werde ich die Liste, die ich hier aufgeführt habe unter die Lupe nehmen.
Vielleicht tut ihr es mir gleich? Vielleicht reicht es euch die Augen zu schließen und zu spüren wie die Zeit und die Veränderung auf euch einströmt.
Jeder kleine Hüpfer auf dem spiegelnden Wasser des Lebens schlägt Wellen.
Und ich höre nun lieber auf, bevor ich noch pathetischer werde und euch ein Brechreiz überkommt.

  • Meine Abiturzulassung erhalten.
  • Mein Abitur bestehen
  • Einen Platz an einer Uni finden
  • In eine andere Stadt ziehen
  • Mir weniger Sorgen machen
  • Meine Wohnung länger als vier Tage aufgeräumt belassen
  • Lernen mich besser zu organisieren
  • Diesen Blog weiterführen

Montag, 10. Juni 2013

Undisclosed desires

Fanfaren ertönen, der Hofstaat steht stramm, während ich in einer goldenen Kutsche einen von Blüten bestreuten Weg entlangfahre. Die Fahnen wehen majestätisch im Wind. Und die Menge jubelt ihrer Königin voll nie enden wollender Bewunderung zu:

Denn sie hat ihr Abitur bestanden.

Danke. Danke.
Ohne euch hätte ich dies nie geschafft!!
Ich winke euch allen gütig von oben herab zu.

Und selbst wenn ich eher einem Königsberger Klops gleiche, der glücklich und Eiscremebeschmiert auf einem Bett, statt einem Thron sitzt, so tue ich dies vor allem wie jemand der sein Abitur bestanden hat.
Ich tippe diesen Text nicht wie ein gewöhnlicher Mensch. Sondern wie ein Mensch, der sein Abitur bestanden hat.
Ich beschmutze nicht mein Zimmer, nein! Ich beschmutze mein Zimmer wie jemand, der-
Ich denke, dass ich meinen Punkt bereits deutlich gemacht habe.

Ich bin unheimlich glücklich!


"I'm not much for public speaking. Or much for speaking. Or, come to think of it, much for the public. And I'm not very good at lying. So let me just say that, in my experience, high school sucks. If I had to do it all over again, I'd have started advanced placement classes in preschool so I could go from eighth grade straight to college. However, given the unalterable fact that high school sucks, I'd like to add that if you're lucky enough to have a good friend and a family that cares it doesn't have to suck quite as much. Otherwise my advice is; Stand firm for what you believe in, until and unless experience proves you wrong. Remember, when the emperor looks naked, the emperor *is* naked. The truth and a lie are not sort of the same thing. And there is no aspect, no facet, no moment of life that can't be improved with pizza. Thank you."
-Daria Morgendorffer

Samstag, 1. Juni 2013

On edge

Morgen in einer Woche werde ich wissen, ob ich mein Abitur bestanden habe.
Morgen in einer Woche werde ich entweder so glücklich sein wie noch nie, oder eine Menge Tränen vergießen.
Morgen in einer Woche entscheidet sich, ob ich studiere, oder ein weiteres Jahr genau da bleibe, wo ich bin.
Morgen in einer Woche entscheidet sich, ob ich meinen Vater enttäuschen muss, mich vor meinen Freunden schämen werde, oder gar mir selbst einen Stoß versetze.

Ich bin unheimlich emotional.
Ich bin unheimlich ruhelos.
Ich bin unheimlich aufgewühlt.

Meine mündliche Philosophieprüfung habe ich mit 15 Punkten und einem speziellen Zertifikat bestanden.
Meine LK-Prüfungen in Deutsch und Englisch liefen, soweit ich das wagen darf zu sagen, ziemlich gut.
Meine Mathematikprüfung allerdings ging dermaßen in die Hose, dass es sogar null Punkte werden könnten, wenn alles Unglück zusammentrifft.
Und allein diese Tatsache lässt mich schaudern.
Null Punkte bedeutet, dass es egal ist, ob ich die beste Philosophieprüfung meiner Schule abgelegt habe, es ist nichtig, wie gut Deutsch und Englisch ausgefallen sind.
Null Punkte heißt: Sackgasse.

Ich habe unheimliche Angst.
Morgen in einer Woche.

Die letzten Tage in Instagram:




Sonntag, 14. April 2013

On hiatus

Seit geraumer Zeit Poste ich derart spärlich, dass man durchaus sagen könnte, ich befinde mich in einer Bloggerpause. Hier bin ich nun, um anzukündigen, dass ich im Mai wiederkommen werde und versuche die verlorene Zeit angemessen aufzuholen.
Ich danke den wenigen, aber wundervollen Lesern die ich habe für ihre Geduld. <3

Das Abitur schlägt stark und die einzige Freizeit die ich mir nehme, fülle ich damit auf dem Bett meine Lieblingsserien zu schauen. Für alle, denen die Bloggerwelt nicht genug Unterhaltung ist, stelle ich nun meine absoluten Lieblinge vor.
Die Videos sind alle nicht von mir gemacht und könnten eventuell spoiler enthalten.

Doctor who:
Für diese Serie würde ich in den (metaphorischen) Krieg ziehen und einen (metaphorischen) Tod sterben. Ich liebe sie mit voller Seele und kann ohne Scham sagen, dass sie mein Leben verändert hat.
Ein Außerirdischer, genannt: "Der Doktor" reist in seiner Zeitmaschine, einer Telefonzelle durch Zeit und Raum. Wann immer er stirbt, verändert er sein Gesicht. Er ist uralt, hat Schlimmes erlebt, das Ende seiner eigenen Rasse betrachtet, doch nimmt er immer wieder Menschen mit, um ihnen die Wunder unseres Universums zu zeigen.




 Quote: "The way I see it every life is a pile of good and bad things.
The good things don't always soften the bad things,
but vice versa, the bad things don't necessarily spoil the good things or make them unimportant."


Supernatural:
Ich halte es kurz. Leser meines Blogs hören schließlich nun schon zum zweiten Mal davon:
Zwei Brüder werden von ihrem Vater nach dem übernatürlichen Tod ihrer Mutter dazu erzogen, Dämonen, Geister und was sonst noch im Schatten kreucht und fleucht zu jagen.



Quote: "Family don't end with blood."

Es gibt noch viele mehr, doch das würde den Rahmen dieses Eintrags sprengen!
(Ich empfehle außerdem Sherlock, Merlin, Daria, Game of thrones und Pushing daisies)



Freitag, 22. Februar 2013

So no one told you life was gonna be this way...

Hier bin ich wieder.
Mir ist durchaus aufgefallen, dass ich momentan eher durch Abwesenheit glänze, allerdings ist mein derzeitiger Alltag weder pompös, noch sonderlich glücklich.
Der Schulstress raubt mir die Nerven, Diverse Krankheiten (Darunter eine unangenehme Hautkrankheit, die nach einem Jahr plötzlich immer schlimmer wird und die Abwesenheit von Fotos erklärt) flätzen sich auf dem Sofa meines Körpers und grundsätzlich bin ich ein wenig angespannt.
Ich weiß, dass dies nur eine Phase ist, die es zu überwinden gilt...Und das werde ich auch, also habt bitte ein wenig Geduld mit mir.

Heute aber hat mir eine andere Sache den Tag versüßen können und die Wolken am Horizont ein wenig gelichtet:
Die liebe Ruka hat mir meinen ersten Award verliehen!
Vielen, Vielen Dank!


Wie Ruka bereits erklärte: Dieses süße Bildchen gehört dazu und ist zum weiterverwenden gedacht.<3

Die Regeln lauten wie folgt:
 
"Man verlinkt den Blogger, von dem man den Award erhielt, benatwortet die 11 Fragen des Awards und nominiert 20 weitere Blogger mit weniger als 200 Followern. Diesen soll per Kommentar bescheid gesagt werden." - Ruka.

1.Was magst du beim Kochen lieber: Nachtisch oder deftige Gerichte?
Nachtisch, Nachtisch, Nachtisch!
Eiscreme, Kuchen, Puddings. Zu allem Ja!

2.Was ist dir wichtiger bei einer Person: Die Persönlichkeit oder die Erscheinung?
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht auf die Erscheinung eines Menschen achte, wenn wir uns kennen lernen. Aber ebenso würde ich lügen, wenn ich behauptete, dass sie mich daran hindert, jemanden lieb zu gewinnen.

3.Wann hast du den Blog gegründet?
Am 02.03.2012, nachdem ich mich entschloss meinen englischen Blog zu löschen, um meiner schriftstellerischen Tätigkeit auch innerhalb Bloggers nachzukommen.

4.Welche Person hat dich bisher inspirert, in dieser Welt mit etwas Neuem anzufangen?
John und Hank Green, die mich mit ihren wunderbaren Videos dazu verleiteten die Welt mit größeren Augen zu betrachten, Meine Freundin, die mir Geduld und Fürsorge beibrachte, Diverse Bloggerinnen, die mich zu diesem Blog inspirierten. Viele dieser Sachen sind "neu angefangene Dinge" auf geistiger Ebene, aber nicht minder wichtig.

5.Verfolgst du viele Blogs?
Ein paar. Aber nicht übermäßig viele...
Das sollte sich ändern! Irgendwelche Vorschläge?

6.Kochst du lieber selbst oder lässt du dich lieber bekochen?
Oh, ich lasse mich eindeutig lieber bekochen. In meiner kleinen, irrationalen Traumwelt stehe ich in rosaroter Rüschenschürze vor einem Herd in dem die wohlduftesten Sachen vor sich hinköcheln, während meine Freundin glücklich am Tisch sitzt. Die Realität sieht anders aus. Ich habe kein Talent dafür und leider auch weniger Ambitionen als Fantasie diesbezüglich. //D

7.Welches Buch ließt du momentan?
Tauben im Gras von Wolfgang Koeppen.

8.Welches Kleidungsstück hat bisher am längsten in deinem Kleiderschrank überlebt?
Uh...Das ist eine schwierige Frage. Ich kann nicht auf absoluten Wahrheitsgehalt plädieren, aber ich glaube mein schwarzer Mantel, den eine Freundin der Familie mir "vererbte", als ich Dreizehn wurde.

9.Was ist dein Lieblingsrezept?
Ich glaube soetwas habe ich nicht einmal...Eines Tages fülle ich diese skandalöse Lücke!
Das verspreche ich feierlich!


10.Welche Eigenschaften einer Person sind dir in einer Freundschaft wichtig?
Rücksichtsvolle Offenheit, die einen über jedes Problem sprechen lässt ohne allzu sehr zu verletzen. Wir müssen den gleichen Humor teilen, Interesse aneinander zeigen und auch mal über allgemeine Themen diskutieren können, ohne dass es zum Streit wird.


11.Was ist dein Lieblingsfilm?
Die fabelhafte Welt der Amelié,  Ensemble c'est tout, Star Wars 1-6 und How to train your dragon.

Nun zu den Nominierten.
Da ich nicht sonderlich vielen Leuten der deutschen Bloggerwelt folge, kann ich mich auf nicht allzu viele beschränken.
Hier sind sie aber und sicherlich hat den Award jeder von ihnen wirklich verdient:


Ist drei nicht eine schöne Zahl? Bitte sagt ja!
Es tut mir leid, dass es nicht mehr wurden...


Samstag, 9. Februar 2013

I don't care as long as you sing

Während meine Wangen endlich abgeschwollen sind, der Frühling sich bereits in die Bekleidungsgeschäfte und in die Gedanken meiner Mitmenschen schleicht, die Sonne häufiger golden am Horizont gleißt und mein Leben beginnt Perspektive zu suchen, gönnte ich mir heute ein wenig Zeit für mich.

Nur für mich. Egoistisches, kleines Ich, welches noch immer Komplexe hat.
Welches sich roten Lippenstift kauft und versucht in einem kleinen, Spontanshooting allein bei sich Zuhause den eigenen Verstand davon zu überzeugen, dass es auch attraktiv sein kann.
Auch ohne Brille.

Wer ein wenig länger meinen Blog mitverfolgt, wird wissen, dass ich einen furchtbaren Nasenkomplex habe und somit zwang ich mich die Brille abzulegen und die ungeschönte Wahrheit zu fotografieren. (Nun, ungeschönt liegt aufgrund von Make-up und Layern im Auge des Betrachters)

Ja, diese Fotos dienen allein dazu mir selber zu zeigen, dass ich nicht ganz so schrecklich aussehen kann, dass ich kein hoffnungsloser Fall bin und es nicht nötig ist mich zu verstecken. Damit ist es ein schamloses Egostreicheln meinerseits.
Aber ich bin davon überzeugt, dass dies etwas ist, das jeder tun sollte, dem es helfen kann!

Ladies, geht da raus, schminkt euch (oder auch nicht, wenn ihr euch so wohler fühlt) und flirtet mit der Kamera!





Und als Bonus:
Meine neuen Schuhe! Grah, sie sind so süß.
Ich sollte aufhören mich so zu verwöhnen. Das tut mir auf Dauer sicher nicht gut, haha.



Montag, 4. Februar 2013

Music is friendship...But movies are as well

Da ich heute erst unter Vollnarkose an den Weisheitszähnen operiert wurde, ziehe ich es vor mich in meine warme Decke einzurollen, das Kühlpack an meine Wangen zu halten und mir selbstzufrieden zu sagen: "Ich bin ein Burrito", bevor ich mich erneut auf die andere Seite kugel.

Demnach ist es momentan nicht an mir große Worte zu finden, euch zu unterhalten oder auf irgendeine andere Art und Weise schlagfertige Geschichten zu erzählen.

Es sei denn, ihr wollt darüber reden, dass ich ein Burrito bin.
Ich mag Burritos.

Aus diesen Gründen bringe ich heute keine Musik mit, die nur einen sekundären Unterhaltungswert besitzt, sondern zeige euch einen kleinen Kurzfilm.
Er heißt Paperman, ist zwar noch relativ neu aber bereits ziemlich bekannt.
Seht ihn euch ruhig an, ich bin hin und weg.

Euer Burrito.


Freitag, 18. Januar 2013

Friday is for...Being sick?


 

Die klirrende Kälte, welche Nebelwolken in die Luft zaubert, gleißender Sonnenschein über glitzernd weißem Schnee und die nicht enden wollende Gewissheit, dass dies der Winter ist, den ich mir den ganzen milden Dezember über gewünscht habe - Doch ich liege krank im Bett.


Man mag mich nicht falsch verstehen. Mein Bett ist mein Lieblingsort auf dieser Welt.
Warme lagen voll flauschiger Decken, ein schnurrender Kater in der Halsbeuge und einen warmen Tee in der Hand. Doch mit Bauchschmerzen fällt es schwer das alles zu genießen.

Mir bleibt nur die Ablenkung durch ein gutes Buch und das Internet.
Aber ich wünsche euch allen dennoch viel Spaß mit dem Schnee...
Geht schonmal voraus! Ich komme später nach und werfe euch mit Schneebällen ab!



Mittwoch, 9. Januar 2013

Deep down you know it's downright wrong but you're invincible tonight.

Ich hasse es, wenn die Realität mir vorlebt, sie wolle langweilig sein!
In einem Moment spült die Welle des Enthusiasmus dich hinfort auf die Meere des Tatendrangs, bis du das Ufer nicht mehr siehst. Du tauchst ein in warme Gewässer, voll bunter Korallen, atemberaubendem Blau und der leisen Ahnung, dass diese Fischflosse verdächtig nach einer zarten Meerjungfrau aussah...
Bis du plötzlich die Lider hebst, kein Salz in deinen Augen, nur die klamme Liege klebt an deiner käsig weißen Haut.

Dieses Gefühl habe ich zu Beginn dieses Jahres zu allererst zu bekämpfen.
Mein Blogtext, der vor nur wenigen Tagen hat verlauten lassen, dass alles so aufregend wird, verblasst ins Nichts.

Denn für den Moment ist alles gleich.
...
Denn für den Moment...ist alles friedlich.
Vielleicht ist Liegestuhl nicht immer schlimm.






Kleid: H&M
Strumpfhose: H&M
Pullover: Ich kann mich nicht erinnern.
Schuhe: Deichmann

____

P.s:
Auf Penelope's Presents gibt es ein Blogvorstellungsgewinnspiel.
Wer also Lust hat, schaut rein. ;)



Montag, 7. Januar 2013

Music is friendship: Muse - Starlight

Montagmorgen.
Eine Stunde zu früh zur Schule geeilt, mir auf dem Rückweg nach Hause ein Brötchen gekauft und nun mit heißem Tee vor dem Laptop sitzen, bevor es wieder zurückgeht.

Wenn man davon absieht, dass ich seit 5 Uhr morgens wach bin, obgleich ich erst um 2:00 Uhr im Bett war, um eine ganze Horde Polizei-, Feuerwehr- und Krankenwägen dabei zu beobachten, wie sie mit Blaulicht und viel Tatü-Tata in meine Straße einbogen, ist dies ein ganz beschaulicher Tagesbeginn.
Hoffen wir einmal, dass es so bleibt.
Sonst bin ich nach dem ersten Tag bereits wieder Ferienreif.


Sonntag, 6. Januar 2013

Read me of that list of the things that you used to not like but now you think are okay



Das Jahr ist noch jung. Nicht einmal die erste Woche kann am Kalender fortgestrichen werden und dies ist natürlich der Zeitpunkt für die obligatorischen Ziele und Vorsätze für 2013.
Da ich das aber bisher noch nie wirklich gemacht habe, dachte ich mir, dass ich durchaus eine kleine Liste der Dinge machen könnte, die ich in diesem Jahr erreichen will.
Denn wie ich schon heute zu einer guten Freundin sagte:
"Ich habe diese 'Ich habe Lust da rauszugehen und mein Leben zu finden'-Stimmung. Aber das klingt furchtbar pathetisch und überhaupt - Hä?"

Vielleicht sind es die Veränderungen, die in den kommenden Monaten erbarmungslos auf mich einprasseln werden. Es ist nicht sicher, ob ich meine Abiturzulassung bekomme, auch wenn die Chancen nicht schlecht stehen und genau diese Ungewissheit macht mir Angst.
Selbst wenn sich die Dinge noch legen, wenn ich zugelassen bin und meine Prüfungen bestehe, werden sich mir Herausforderungen in den Weg stellen, denen ich mich kaum gewachsen fühle...
Es kam mir vor wie gestern, dass ich dachte mit Achtzehn hätte man alles in der Tasche, verstünde die Welt und säße mit einem Tee und gewichtigem Blick vor dem hauseigenen Kamin, um ein kluges Buch zu lesen. Kluge Bücher und Tee sind die eine Sache, die ich auf jeden Fall habe...
Doch was bedeutet erwachsen sein? Ich bin einundzwanzig, ich liebe Kinderserien, weine in mein Taschentuch bei traurigen Szenen, hüpfe grundlos durch die Wohnung, weigere mich aufzuräumen und verkippe noch immer geschmolzene Eiscreme auf Schleifchenbesetzte Kleider. In der Bahn werden mir aufgrund meines Äußeren noch Kindertickets verkauft, doch die Hürden sind unweit größer als ich. Wo sind also die Grenzen?

Ich fürchte mich. Ich fürchte mich sehr...
Doch streift auch der unwiderstehliche Geschmack des Abenteuers meine Zungenspitze, verlangt nach mehr, verlangt danach gekostet zu werden!
Demnach schlucke ich meine Angst hinunter, schließe die Augen tapfer wie damals, als ich Angst vor einer Spritze hatte und stürze mich in das neue Jahr.

Du kannst mir nichts anaben, 2013!

Meine Ziele:
  • Meine Abiturzulassung erhalten.
  • Mein Abitur bestehen
  • Einen Platz an einer Uni finden
  • In eine andere Stadt ziehen
  • Mir weniger Sorgen machen
  • Meine Wohnung länger als vier Tage aufgeräumt belassen
  • Lernen mich besser zu organisieren
  • Diesen Blog weiterführen

Samstag, 5. Januar 2013

There comes a time when every boy must learn how to dance


In einer groß angelegten Aufräumaktion, man munkelt es waren mehrere hundert Müllsäcke, Schaufeln, Kräne und ein Batallion Stormtrooper involviert, ist es mir gelungen meine Wohnung aufzuräumen und ein wenig auszuschmücken.
Man fragt sich, wie immer, wie lange das wohl halten wird, doch erfreue ich mich momentan einfach an meinem schönen Zuhause und dachte mir, ich teile es mal mit euch!

Ladies and gentlemen: 










There is a Tardis on my kitchen table...
 




                                                              

Dienstag, 16. Oktober 2012

Looking thorugh a window glass - Consolation for the timid


Eine Brille zu tragen ist für mich mehr als nur die Möglichkeit meine schwachen Augen auszugleichen.
Eine Brille ist Ausdruck der Persönlichkeit, ein Modestatement, wie jüngste Trends beweisen und letztlich auch meine Möglichkeit Unsicherheit zu verbergen.
Leider bin ich nicht gerade mit einer zierlichen Nase gesegnet. Demnach ist es auch immer das erste, das mir auffällt, wenn ich anderen Leuten begegne: 
Wie ist ihre Nase geformt? Ist sie klein, ist sie groß? Schief oder gerade? Ich bin so neidisch!
Durch meine Brille habe ich die Möglichkeit die schlimmsten Aspekte zu verbergen, wofür ich jeden Tag dankbar bin.

Ich träume von einer niedlichen Stupsnase, wage es nicht mich im Bett mit meiner Partnerin von ihr wegzudrehen, da sie das Profil sehen könnte. Es belastet mich mehr als es das tun sollte.
Denn mal ehrlich:
Eine scharfe Nase entspricht sicher nicht dem gängigen Schönheitsideal, doch kann man sie als gebildet, erwachsen und literarisch bezeichnen.
Sie vermittelt eine Ahnung von Intelligenz und noblen Zügen...
Trotz allem fällt es mir schwer sie so zu akzeptieren wie sie ist, womit ich garantiert nicht alleine bin.

Deshalb starte ich demnächst ein neues Blogprojekt, bei dem ich auf Mitarbeit von anderen Bloggern hoffe.

"Consolation for the timid"

Der englische Blog "laughing with broken eyes" inspirierte mich in erhebenden Texten dazu, auch den deutschsprachigen Bloggern die Möglichkeit zu geben ihre Geschichte zu erzählen, andere aufzuheitern, ihnen Mut zuzusprechen und sie wissen zu lassen, dass sie nicht alleine sind.

Die Regeln lauten folgendermaßen:
Jeden Sonntag schalte ich einen Gastblogtext frei, in dem eine Bloggerin oder ein Blogger über ihre/seine Unsicherheiten spricht, darüber redet wie er/sie damit zurechtkam, dies überwunden hat und lernte sich so zu lieben wie er/sie ist.
Dies kann alles bedeuten: Charakterschwächen, Krankheiten, Probleme mit dem Äußeren, Lebensstile oder Gewohnheiten, die einen nun doch einzigartig und nicht minder liebenswert machen.

Ich hoffe, auf eure Mithilfe um ein kleines bisschen Selbstbewusstsein in die Welt zu tragen.

Meine Wenigkeit einmal ohne Brille. Ich versuche den Mut aufzubringen demnächst ein Bild im Profil hochzuladen, aber für den Anfang ist das schon mutiger als ich lange war.

Montag, 15. Oktober 2012

Eindrücke aus England. Eine Komödie in drei Teilen. Zweiter Akt - Bournemouth


Endlich folgt der zweite Teil meiner kleinen Reihe über meinen Trip nach England. Es gab viel zutun in letzter Zeit, was mich davon abhielt einen so langen Text für meinen Blog zu verfassen. Ich weiß, dass ich eigentlich auch kleinere Einträge hätte schreiben können, doch nach meinem großspurigen Versprechen habe ich mich dies einfach nicht mehr getraut.
Ich lerne: Keine Versprechen abgeben.


Und nun, um unnötiges Drumherumgerede zu vermeiden: 
Bournemouth




Nachdem wir mit der Unterkunft in Brighton fürchterliche Erfahrungen gemacht haben, befürchteten manche bereits das Schlimmste, als man uns ankündigte, wir würden nun weiterreisen. Doch unsere Ängste waren unbegründet, als wir endlich ankamen.

Eine nette, kleine Herberge geführt von einer untersetzten, kleinen Dame mit dem vermutlich breitesten Grinsen Englands und ihrem Ehemann, ein stattlicher Mann mit vollem Schnauzbart und rundem Bauch über dem Hosenbund.
Gleich bei der Ankunft konnten sie ein freundliches Kompliment für meine Kleidung erübrigen und zauberten mir so ein Lächeln auf die Lippen. Ich weiß, dass ich leicht zu bebauchpinseln bin, haha.



Meike, eine sehr quirlige aber ruppig-ehrliche Person, Denise, die klein, vernünftig und meist in lustiger Stimmung anzutreffen und meine Person, schliefen in einem Zimmer unterm Dach, zu dem eine lange Treppe führte. Überall in England, wie mir schien, gab es weiche Teppiche in warmen Tönen und kreativen Mustern auf den Fluren der Gaststätten und Herbergen. Dies versprühte einen gewissen Flair an Heimeligkeit, ließ mich zurückdenken an die Zeiten meiner Kindheit in denen unsere Wohnung ebenso mit solchen Böden versehen war.
Das Zimmer war sehr klein, doch sauber und sichtlich gepflegt. Das kleine Bad hier einladend hell und es wurde uns sogar ein Wasserkocher mitsamt Tee und Zucker bereitgestellt an dem wir uns sogleich gierig bedienten. Ich liebe Tee!





Die Mädchen, die mit Denise, Meike und mir auf ein Zimmer geschickt wurden, fanden natürlich trotz allem das Haar in der Suppe. Anscheinend gab es einen Fleck im Teppich, der einen zugegebenermaßen eher gewöhnungsbedürftigen Geruch verströmte. Aber war es bei weitem nicht so schlimm wie die Beiden versuchten laut kreischend kundzutun. Nun, dies ist dies.

Am nächsten Morgen, nach einer wirklich ruhigen und erholsamen Nacht, machten wir uns auf den Weg zu Stonehenge - ABER HALT! 
Der Bus entschied sich anders. Er blieb stehen. Und versperrte im gleichen Zuge allen Autos die Weiterfahrt. Wir warteten, wir schoben, wir schnatterten...Wir fotografierten mit dem Handy, wir warfen Passanten entschuldigende Blicke zu.
Und gerade als alle Hoffnung verloren schien, konnten wir weiter. Puh!


Stonehenge beeindruckte mich sehr. Ich habe bereits zuvor ein wenig zur Geschichte der Steinansammlung erzählt, doch zu wissen welche Vergangenheit dahintersteckte, wer schon alles diesen Boden betrat, diese Felsen sah, hier betete, hier in die Zukunft sehen wollte, in der wir nun leben....Es macht nachdenklich.





Darauf unternahmen wir einen Ausflug nach Salisbury. Eine atemberaubend schöne Stadt, die mich obwohl es sich hierbei nicht um Frankreich handelte unweigerlich an das kleine Dörfchen in die "Schöne und das Biest" erinnerte. Ein altmodischer Charme zog durch die bepflasterten Gassen wie eine leichte Brise, streifte unser Bewusstsein mit Vergänglichkeit. 



Burger King...Oh, wie romantisch verklärt du doch bist.




Nach einer eher kurz ausfallenden Erkundungstour betraten wir die Kathedrale von Salisbury, in der die berühmte Magna Carta zu bestaunen war. Ein Dokument, welches von derartiger Wichtigkeit für alles war, was den heutigen, englischen und auch amerikanischen Staat begründet: Sie garantierte eine Verfassung, machte die Menschen frei von Willkür, gab ihnen Hoffnung auf ein freieres Leben!

Und nicht nur das. Die Gemäuer, die Gräber, die Vergegenwärtigung was dies bedeutet, was wir sind, wir leben Geschichte, wir sehen sie und werden durch Berührung wie durch Magie Teil von ihr.


Wir alle, Wir alle gehen in die Geschichte ein.
Egal wie unbedeutend wir doch für sie als großes Ganzes waren...
Und dieser Gedanke ist aufregend.








Donnerstag, 27. September 2012

Fangt an zu leben! Eine Rede an den kleinen Mann.

Wir müssen anfangen zu leben! Wir müssen aufhören zu hassen! Wir müssen anfangen zu denken! Wir müssen aufhören uns selbst zu verleugnen!

Was ist der Mensch?
Er ist die Summe allem was ihn ausmacht. Er ist die große Ausnahme der Philosophie, der Wissenschaft.
Das Wesen, welches sich selbst ergründet. Es hinterfragt sich, ist selbstkritisch. Es ist dazu fähig sich selbst zum Gott zu erheben und zum Ungeheuer zu degradieren. Seine Worte sprechen von narzisstischem Selbsthass, unterliegen jedoch den Formen die ihm gegeben.
Er formt Gesellschaften, bildet Normen, weist in Richtungen und ebnet dabei Wege, die nie zuvor ein Lebewesen betreten durfte. Wir sind privilegiert. Wir sind einzigartig. Wir sind Menschen.

Und doch habe ich Menschen an dieser Gesellschaft zerbrechen sehen.
Zusammengepfercht, abgestempelt, ausgegrenzt - Das Paradoxum unserer Intelligenz begründet sich auf den hier erwachenden Trieben der Selbsterhaltung. Sind wir dessen nicht erhaben?
Ha! Und was haben wir überhaupt mit der Gesellschaft zutun? Was sagt sie mir? Wieso Ich?
Es ist falsch sich hinter diesem Begriff zu verstecken. Die Gesellschaft ist keine ominöse Masse, die gesichtslos Leben zerstört und Regeln diktiert.
Die Gesellschaft, das bist DU! Das ist sie, die auf den Bus wartet. Das ist er, der die Hand seines Kindes hält. Wir sind es. Wir.
Und zu sagen, dass all das Schreckliche das um uns geschieht nicht in unserer Hand liegt, zu erklären wir seien nur ein Mensch, so winzig klein und nichtig. Sich erschlagen, Sich erdrückt zu fühlen von der Last der schieren Masse ist eine bequeme Lüge hinter der sich zu verstecken uns ein angenehmes Leben verschafft.
Doch sind wir Fußspuren im Sand. Ein jeder. Wir leben unser Leben, um mit der nächsten Woge hinfortgespült zu werden. Auf ewig fort und bald vergessen.

Ist es das wert? Diese Gesellschaft?
Wir sind abgestumpft. Wir sind leer. Wir wandern gedankenlos durch diese Welt, reihen uns ein im Gleichschritt der Trommeln, deren Schläger wir nicht kennen. Wir haben uns die Ideale jener Hochglanzpapiere in den Rachen gestopft und ersticken nun daran. Unsere Seele begraben unter dem bleiernden Schleier des Einheitsbreis.

Wir sind die Generation des emotionalen Mittelmaßes!
Wir sind die Generation der Schamlosigkeit!
Wir sind die Generation, die sich in extreme spalten muss, um dem omnipräsenten Schmerz in uns zu entgehen!
Wir saufen, wir rauchen, wir rebellieren mehr als je zuvor. 
Doch fragt man uns nach einem Buch, einem Film, einem Lied, so zitieren wir die Texte, so zucken wir ratlos mit den Schultern und nuscheln eine einsilbige Einschätzung.
Wo sind unsere Worte nur hin? Wo ist unser Herz? 

Wo ist die glühende Leidenschaft, die durch unsere Adern fließen kann, in uns Sehnsüchte und große Träume erweckt?
Wo sind die Menschen, die einer Sache ganz und gar verfallen?

Werden jene nicht verlacht?

Wacht endlich auf!! Werdet lebendig!!
Ein Ereignis ist nicht "cool", "geil" oder "gut".
Die Dinge sind nicht "In Ordnung", "Scheiße" oder "dumm"
Das Leben ist so viel mehr!
Es ist bezaubernd, es reißt Welten ein, es ist fabelhaft, großartig, so melancholisch, anrührend, mit den blutroten Farben des Zorns auf die Leinwand der Welt gemalt!

Es ist hier und dort und überall!
Es ist so zerbrechlich wie Kristall, doch lange nicht so transparent.
Zu denken ist schön! Zu fühlen ist toll!

Also denkt auch über andere nach!
Fühlt sie mit eurem Herzen, mit eurer Seele.
Sieht sie nicht als Ikonen eures Hasses. Denn Hass ist die einzige Emotion die auf dieser Welt keinen Platz findet. Gewaltlose Wut ist wunderschön. Sie lässt uns pulsieren, erbeben, uns wissen dass wir lebendig sind und in ihrem seichten abebben eine Salbe für unsere Wunden.
Doch woher der Hass? Er ist stumpf, er zerbricht was vereinigt gehört.
Niemand verlangt, dass ihr all eure Differenzen beilegt. Das Leben ist nicht so und soll nie so sein.
Schmerz muss gefühlt werden. Schmerz muss gelebt sein. Schmerz will es so!
Denn nur dann dürfen wir auch Freude empfinden.
Sogar Lästern hat seinen Platz, seinen Ort, seinen Zweck für das Heil unserer Seele...
Doch zerstört nicht euren Nachbarn.
Ihr seid Menschen. Ihr seid die große Ausnahme dieser Natur.
Ihr sollt fühlen. Ihr sollt fühlen lassen. Ihr sollt die Vielfalt unserer Welt mit der Zunge erschmecken, mit den Fingerspitzen sanft ertasten, mit den Augen einfangen und dem Herzen festhalten.

Handelt auch so wie das Potenzial das euch gegeben wurde es verlangt.
Ihr seid nicht groß. Ihr seid klein.

Ihr seid Goethe, der die Welt in Worte hüllte, ihr seid Van Gogh der die schillernsten Farben sah, Ihr seid Beethoven und in euren Händen haltet ihr die neue Mondscheinsonate.



Mittwoch, 26. September 2012

Eindrücke aus England. Eine Komödie in drei Teilen. Erster Akt - Brighton.

Nun komme ich endlich dazu wie versprochen über meine Reise nach London zu berichten, die ich Anfang des Monats antrat. 
Viel Spaß!

 Nein, ich schäme mich nicht, etwas dümmlich auszusehen.


Freitagnacht, alles schläft, Mönchengladbach liegt in tiefem Schlummer allein aus einer kleinen Zweizimmerwohnung ist das von den heruntergezogenen Jalousien dämmrige Licht zu vernehmen. 
Ich stolpere durch meine Wohnung, stoße leise Flüche aus, während ich mit wunden Knien auf dem Boden herumkrieche, um ihn zu putzen. 
Jeder gewöhnliche Mensch, der in Urlaub fährt und sein Heim Anderen anvertraut, wird intelligent genug sein, es vorher ausreichend zu säubern - Ha! Falsch gedacht.

Denn ich hielt es für sicherer, für angenehmer die ganze Nacht vor meiner Abreise durch die Zimmer zu eilen,  Flächen zu reinigen, Wäsche aufzuhängen, Kleidung zu sortieren, Abzuspülen und die Überreste zerdepperter Teller aufzuheben.
Wusstet ihr, dass es Katzen ganz besonders lieben sich beim Erbrechen im Kreis zu drehen?

Und gerade, als ich erschöpft doch mit mir wohlig zufrieden im heißen Wasser meines Bades versinke, dringt der gar liebliche Klang des Würgens erneut an mein Ohr. 



Die Zwölfstündige Busfahrt verliert sich in einem Gemisch aus aus Schlaftrunkenheit und traumverlorener Nahrungsaufnahme in den Pausen.
Doch dann: Brighton!
Die Überfahrt war für mich etwas vollkommen Besonderes. Etwas Neues. 
Nicht, weil ich noch nie verreist bin. Nicht, weil das Schiff luxuriös, besonders eindrucksvoll oder spannend gewesen ist. Nein, es war der erste Eindruck eines Landes, welches ich so lange besuchen wollte, dass ich diesem Urlaub schon lange entgegenfiebern musste.

Kitschige Schlüsselanhänger mit der Union Flag, rote Telefonzellen, die man sich auf die Kleidung bügeln, nähen, stanzen, kleben konnte! Briefmarken! Tassen! Postkarten noch und nöcher!
Ein sinnbefreites Touristenparadies. Meine Kamera umklammernd und mit Karten beladen watschelte ich klopfenden Herzens voran.


Die Ernüchterung kam im Hotel, das wir in Brighton bezogen.
Die Atmosphäre war kühl, nicht besonders sauber und die Gänge erweckten in mir den nicht zu widerrufenden Eindruck, dass gleich die Lichter zu flackern beginnen würden, um Platz für ein Monster zu machen. Ich sah mich bereits als erstes Statistenopfer einer billigen Horrorfilmproduktion kreischend die Treppe hinabstürzen, dazu verdammt einen demonstrativen Tod zu sterben.


Um die Spannung sogleich zu ruinieren: Zu meinem Glück geschah dies nie ;D




Brighton selber ist eine wunderbare Stadt. Das Meer mitsamt Pier ließen die schwärmerischen Gedanken eines anglophilen Mädchens ungeahnte Wogen schlagen.
Kleine, verspielte Lädchen reihten sich in engen Gassen in denen man die Häuserwände zu beiden Seiten zugleich berühren konnte. Verschnörkelte Schilder und unbekannt süße Düfte schlugen einem von überall entgegen. 
Die Menschen waren so freundlich, so zuvorkommend, dass einem das Herz aufging.
Natürlich hatte dies sicherlich etwas mit unserem Status als Urlauber dort zutun, doch bilde ich mir ein, dass das Lächeln dort etwas wärmer, das Gras grüner und der Himmel - Nun, ja...Der war grauer als hier.



Wir besuchten das Lustschloss von König Georg dem |V und obgleich wir keine Fotos machen durften verrate ich nicht zu viel, wenn ich erzähle, dass es mir den Atem verschlug. So viel Pracht, so viel Prunk, malerische Verzierungen, Kronleuchter die von detailgetreuen Drachen festgehalten wurden, Becher aus Gold, riesige Küchenanlagen und überall der Flair der Vergänglichkeit, der wie ein Geist durch die Hallen spukte.







Montag, 18. Juni 2012

I wonder how I live.

Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückblicke, das immerhin schon zwei Jahrzehnte beinhaltet, erschließen sich mir so einige Dinge noch immer nicht ganz:
Wie wurde das Foto vom Bau der ersten Kamera geschossen?
Wie können Mädchen sich in Tube Tops bewegen? (Meinen Respekt an dieser Stelle)


Und wie zum Himmel habe ich es geschafft bis heute zu überleben?

Ich gehöre nicht nur zur tollpatschigen und unglücklichen, sondern auch zur unaufmerksamen Sorte Mädchen, was mich schon so einige Male in unfreiwillig komische Situationen brachte.



Wie zum Beispiel geht man rückwirkend damit um, dass man sich lauthals darüber beklagt hat, dass die Supernatural Folge mit "Just in Bello" den unsinnigsten Titel trüge, den man je gehört hat. So ein Schwachsinn! Was soll Just in Bello überhaupt bedeuten?
Irgendwann las ich schließlich irgendwo: "Jus in Bello"
"Da hat wohl jemand das T vergessen - Eine Sekunde!!"
Sieben Jahre angestrengter Latein Unterricht machen sich plötzlich bezahlt, wenn man in glorreichem Strahlen herausfindet, dass es sich um "Ius in Bello" handelt, was soviel bedeutet wie "Das Recht im Krieg" und weitaus sinniger erscheint als das zuvor angenommene.

Prägnant wird es, wenn ich mit überzeugtem Lächeln tweete: "Auf meinem Waschmittel steht Pfirsisch Pfirsische. Warum nur?!" Ehe man irgendwann erkennt, dass es sich um die "Pfirsisch Frische" handelt.

Jene Tendenz dazu den Kopf in den Wolken zu tragen erhielt erst letztens eine ganz besonders peinliche Note, von der ich nur ungern behaupte, dass sie bezeichnend für mein ganzes Leben ist:
Nach einem langen, anstrengenden Tag gönnte ich mir ein heißes Bad mit Schokobadezusatz.
Normalerweise ist mir durchaus bewusst, dass Badeschaum ungleich Milkaschokolade ist, doch roch es so unwiderstehlich gut, dass sich in mir eine leise Idee auftat.

Vorsichtig, sehr langsam bewegte ich meine ausgestreckte Zunge auf die braune, zähe Flüssigkeit zu, dachte nicht mehr nach verführt von diesem süßlichen Duft, doch-
Es schmeckte derart abartig, dass ich sofort die Packung umdrehte und lesen musste:
"Um das Verschlucken der Flüssigkeit durch Kinder unter Acht Jahren zu verhinden, wurden Bitterstoffe hinzugefügt."
Na, bitte. 
Ich möchte zurück in den Kindergarten!

Wenn die eigene Freundin einen bereits behandelt wie eine zurückgebliebene Dreijährige, die am besten in Luftpolsterfolie eingewickelt ihr unaufgeregtes Dasein fristet weiß man was Sache ist. 

Ich laufe gegen Gegenstände, Beklecker meine Kleider (Besonders gern die vollkommen weißen), werfe Dinge um und muss die Faustregel aufstellen:
Je galanter ich dahinschwebe, umso tölpelhafter falle ich flach auf das Gesicht.

Geht es euch auch so?