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Donnerstag, 18. Oktober 2012

Everything has its time and everything dies

Ups, da habe ich mich doch glatt mit meinem Outfitpost im Tag vertan!
Nun, ich denke man mag es mir verzeihen, haha. :D


Pullover: H&M
Schleife: H&M
Hose: Pimkie
Schuhe: Reno


Entschuldigt die miese Qualität.

Montag, 15. Oktober 2012

Eindrücke aus England. Eine Komödie in drei Teilen. Zweiter Akt - Bournemouth


Endlich folgt der zweite Teil meiner kleinen Reihe über meinen Trip nach England. Es gab viel zutun in letzter Zeit, was mich davon abhielt einen so langen Text für meinen Blog zu verfassen. Ich weiß, dass ich eigentlich auch kleinere Einträge hätte schreiben können, doch nach meinem großspurigen Versprechen habe ich mich dies einfach nicht mehr getraut.
Ich lerne: Keine Versprechen abgeben.


Und nun, um unnötiges Drumherumgerede zu vermeiden: 
Bournemouth




Nachdem wir mit der Unterkunft in Brighton fürchterliche Erfahrungen gemacht haben, befürchteten manche bereits das Schlimmste, als man uns ankündigte, wir würden nun weiterreisen. Doch unsere Ängste waren unbegründet, als wir endlich ankamen.

Eine nette, kleine Herberge geführt von einer untersetzten, kleinen Dame mit dem vermutlich breitesten Grinsen Englands und ihrem Ehemann, ein stattlicher Mann mit vollem Schnauzbart und rundem Bauch über dem Hosenbund.
Gleich bei der Ankunft konnten sie ein freundliches Kompliment für meine Kleidung erübrigen und zauberten mir so ein Lächeln auf die Lippen. Ich weiß, dass ich leicht zu bebauchpinseln bin, haha.



Meike, eine sehr quirlige aber ruppig-ehrliche Person, Denise, die klein, vernünftig und meist in lustiger Stimmung anzutreffen und meine Person, schliefen in einem Zimmer unterm Dach, zu dem eine lange Treppe führte. Überall in England, wie mir schien, gab es weiche Teppiche in warmen Tönen und kreativen Mustern auf den Fluren der Gaststätten und Herbergen. Dies versprühte einen gewissen Flair an Heimeligkeit, ließ mich zurückdenken an die Zeiten meiner Kindheit in denen unsere Wohnung ebenso mit solchen Böden versehen war.
Das Zimmer war sehr klein, doch sauber und sichtlich gepflegt. Das kleine Bad hier einladend hell und es wurde uns sogar ein Wasserkocher mitsamt Tee und Zucker bereitgestellt an dem wir uns sogleich gierig bedienten. Ich liebe Tee!





Die Mädchen, die mit Denise, Meike und mir auf ein Zimmer geschickt wurden, fanden natürlich trotz allem das Haar in der Suppe. Anscheinend gab es einen Fleck im Teppich, der einen zugegebenermaßen eher gewöhnungsbedürftigen Geruch verströmte. Aber war es bei weitem nicht so schlimm wie die Beiden versuchten laut kreischend kundzutun. Nun, dies ist dies.

Am nächsten Morgen, nach einer wirklich ruhigen und erholsamen Nacht, machten wir uns auf den Weg zu Stonehenge - ABER HALT! 
Der Bus entschied sich anders. Er blieb stehen. Und versperrte im gleichen Zuge allen Autos die Weiterfahrt. Wir warteten, wir schoben, wir schnatterten...Wir fotografierten mit dem Handy, wir warfen Passanten entschuldigende Blicke zu.
Und gerade als alle Hoffnung verloren schien, konnten wir weiter. Puh!


Stonehenge beeindruckte mich sehr. Ich habe bereits zuvor ein wenig zur Geschichte der Steinansammlung erzählt, doch zu wissen welche Vergangenheit dahintersteckte, wer schon alles diesen Boden betrat, diese Felsen sah, hier betete, hier in die Zukunft sehen wollte, in der wir nun leben....Es macht nachdenklich.





Darauf unternahmen wir einen Ausflug nach Salisbury. Eine atemberaubend schöne Stadt, die mich obwohl es sich hierbei nicht um Frankreich handelte unweigerlich an das kleine Dörfchen in die "Schöne und das Biest" erinnerte. Ein altmodischer Charme zog durch die bepflasterten Gassen wie eine leichte Brise, streifte unser Bewusstsein mit Vergänglichkeit. 



Burger King...Oh, wie romantisch verklärt du doch bist.




Nach einer eher kurz ausfallenden Erkundungstour betraten wir die Kathedrale von Salisbury, in der die berühmte Magna Carta zu bestaunen war. Ein Dokument, welches von derartiger Wichtigkeit für alles war, was den heutigen, englischen und auch amerikanischen Staat begründet: Sie garantierte eine Verfassung, machte die Menschen frei von Willkür, gab ihnen Hoffnung auf ein freieres Leben!

Und nicht nur das. Die Gemäuer, die Gräber, die Vergegenwärtigung was dies bedeutet, was wir sind, wir leben Geschichte, wir sehen sie und werden durch Berührung wie durch Magie Teil von ihr.


Wir alle, Wir alle gehen in die Geschichte ein.
Egal wie unbedeutend wir doch für sie als großes Ganzes waren...
Und dieser Gedanke ist aufregend.








Mittwoch, 26. September 2012

Time and relative dimension in space





Kleid: Primark
Strumpfhose: H&M
Tasche: Primark
Schuhe: Reno

Sonic Screwdriver: Beatle
Haarspangen: Bijou Brigitte

Stonehenge wurde in der frühen Steinzeit gebaut, wobei sich keiner so recht erklären kann, wie die Formation ohne die Hilfe moderner Methoden zustande kommen konnte.
Es wird allerdings vermutet, dass es ähnlich von statten ging wie der Bau der Pyramiden.
Stonehenge gilt als Kultstätte an der man Opfer darbrachte und wichtige Rituale abhielt. 

Zudem ist dies auch ein Setting der britischen Science-Fiction Serie "Doctor who", zu deren Anhängerschaft ich mich mit Leidenschaft zähle.

Eindrücke aus England. Eine Komödie in drei Teilen. Erster Akt - Brighton.

Nun komme ich endlich dazu wie versprochen über meine Reise nach London zu berichten, die ich Anfang des Monats antrat. 
Viel Spaß!

 Nein, ich schäme mich nicht, etwas dümmlich auszusehen.


Freitagnacht, alles schläft, Mönchengladbach liegt in tiefem Schlummer allein aus einer kleinen Zweizimmerwohnung ist das von den heruntergezogenen Jalousien dämmrige Licht zu vernehmen. 
Ich stolpere durch meine Wohnung, stoße leise Flüche aus, während ich mit wunden Knien auf dem Boden herumkrieche, um ihn zu putzen. 
Jeder gewöhnliche Mensch, der in Urlaub fährt und sein Heim Anderen anvertraut, wird intelligent genug sein, es vorher ausreichend zu säubern - Ha! Falsch gedacht.

Denn ich hielt es für sicherer, für angenehmer die ganze Nacht vor meiner Abreise durch die Zimmer zu eilen,  Flächen zu reinigen, Wäsche aufzuhängen, Kleidung zu sortieren, Abzuspülen und die Überreste zerdepperter Teller aufzuheben.
Wusstet ihr, dass es Katzen ganz besonders lieben sich beim Erbrechen im Kreis zu drehen?

Und gerade, als ich erschöpft doch mit mir wohlig zufrieden im heißen Wasser meines Bades versinke, dringt der gar liebliche Klang des Würgens erneut an mein Ohr. 



Die Zwölfstündige Busfahrt verliert sich in einem Gemisch aus aus Schlaftrunkenheit und traumverlorener Nahrungsaufnahme in den Pausen.
Doch dann: Brighton!
Die Überfahrt war für mich etwas vollkommen Besonderes. Etwas Neues. 
Nicht, weil ich noch nie verreist bin. Nicht, weil das Schiff luxuriös, besonders eindrucksvoll oder spannend gewesen ist. Nein, es war der erste Eindruck eines Landes, welches ich so lange besuchen wollte, dass ich diesem Urlaub schon lange entgegenfiebern musste.

Kitschige Schlüsselanhänger mit der Union Flag, rote Telefonzellen, die man sich auf die Kleidung bügeln, nähen, stanzen, kleben konnte! Briefmarken! Tassen! Postkarten noch und nöcher!
Ein sinnbefreites Touristenparadies. Meine Kamera umklammernd und mit Karten beladen watschelte ich klopfenden Herzens voran.


Die Ernüchterung kam im Hotel, das wir in Brighton bezogen.
Die Atmosphäre war kühl, nicht besonders sauber und die Gänge erweckten in mir den nicht zu widerrufenden Eindruck, dass gleich die Lichter zu flackern beginnen würden, um Platz für ein Monster zu machen. Ich sah mich bereits als erstes Statistenopfer einer billigen Horrorfilmproduktion kreischend die Treppe hinabstürzen, dazu verdammt einen demonstrativen Tod zu sterben.


Um die Spannung sogleich zu ruinieren: Zu meinem Glück geschah dies nie ;D




Brighton selber ist eine wunderbare Stadt. Das Meer mitsamt Pier ließen die schwärmerischen Gedanken eines anglophilen Mädchens ungeahnte Wogen schlagen.
Kleine, verspielte Lädchen reihten sich in engen Gassen in denen man die Häuserwände zu beiden Seiten zugleich berühren konnte. Verschnörkelte Schilder und unbekannt süße Düfte schlugen einem von überall entgegen. 
Die Menschen waren so freundlich, so zuvorkommend, dass einem das Herz aufging.
Natürlich hatte dies sicherlich etwas mit unserem Status als Urlauber dort zutun, doch bilde ich mir ein, dass das Lächeln dort etwas wärmer, das Gras grüner und der Himmel - Nun, ja...Der war grauer als hier.



Wir besuchten das Lustschloss von König Georg dem |V und obgleich wir keine Fotos machen durften verrate ich nicht zu viel, wenn ich erzähle, dass es mir den Atem verschlug. So viel Pracht, so viel Prunk, malerische Verzierungen, Kronleuchter die von detailgetreuen Drachen festgehalten wurden, Becher aus Gold, riesige Küchenanlagen und überall der Flair der Vergänglichkeit, der wie ein Geist durch die Hallen spukte.